Wettbewerb

Jede Wiese zählt - Wer ist dabei

 Nachbarschaften treiben's grün! 

Grüne Oasen gestalten, Klima und Artenvielfalt schützen und das Wohnumfeld zum Blühen bringen – wenn Anwohner:innen gemeinsam zum Spaten greifen, wird’s garantiert bunt!

Hier stellen wir die Bewerber-Projekte aus diesem Jahr sowie die Gewinner aus den vergangenen Jahren vor. 

Lassen Sie sich inspirieren.

   

Die Bewerber von "Jede Wiese zählt!" 2026

„Wir schaffen blühende Landschaften im Osten“

Initiative: Kraut & Rüben e.V., Zittau (Sachsen)

 

gelawi zittau

Vor acht Jahren gründeten Anwohnende aus Zittau den Verein „Kraut & Rüben e.V.“ Heute machen sich hier etwa 80 Erwachsene mit 60 Kinder für den Natur- und Umweltschutz stark. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten steht der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln – von der Erzeugung bis zum Konsum. Regelmäßig organisieren die Vereinsmitglieder verschiedene Aktionen wie das gemeinsame Apfelsaftpressen, Exkursionen, Vorträge oder auch Kurse zum Obstbaumschnitt oder dem Bau von Backöfen. Zudem betreibt der Verein einen kleinen Dorf-Bioladen. Gemäß ihrem Motto: „Bee happy! haben die Aktiven eine prachtvoll blühende Bienenwiese angelegt und dazu einen ganz besonderen Bienentower mit Gründach als „Nobelherberge“ gebaut.

Pfeil kl orange „Unser Ziel: ‚blühende Landschaften‘ im Osten, gepaart mit Bildung für nachhaltige Entwicklung unter dem Motto: ‚Vermehrt Schönes!‘“. (Lukas Stöckmann, Kraut & Rüben e.V., Zittau)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Kraut & Rüben e.V., Zittau

„Wir verschönern die Beete der Stadtbibliothek“

Initiative: Aktion Arendsee blüht auf, gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V.

 

arendsee

An einem Septembertag dieses Jahres fand sich vor dem Haus des Gastes in Arendsee eine beachtliche Menschentraube zusammen – bewaffnet mit Gartenschaufel, Blumenzwiebel und jeder Menge Tatendrang. Ihr gemeinsames Vorhaben: die öffentlichen Beete vor der Stadtbibliothek in einen naturnahen Ort für Artenschutz und Biodiversität verwandeln. Dazu aufgerufen hatte die gARTenakademie im Rahmen des „Gesund durch Gartenjahr“-Projektes des europäisch geförderten LEADER ESF+ Programms. Die Initiator:innen luden für ihre Aktion auch die Kinder der Kita Seeperle ein, die beim Knollenpflanzen begeistert mithalfen. Bei ihrer Aktion wurden die großen und kleinen Gärtner:innen musikalisch vom Frauenchor Arendsee begleitet. Sie legten ein sogenanntes „Prärie-Beet” und ein buntes „Blüten-Beet“ an. Beide Areale veranschaulichen, wie viel man als Gemeinschaft für den Schutz der Artenvielfalt und Biodiversität tun kann.

Pfeil kl orange „Künftig wird immer am letzten Dienstag des Monats ein Verschönerungsstammtisch stattfinden. Dabei handelt es sich um eine offene Rederunde, die in konkreten Projekten wie 'Arendsee blüht auf' enden soll. Jeder ist willkommen und jede Idee wird beraten – für mehr Biodiversität, mehr Artenvielfalt, gefördertes Mikroklima und mehr Gemeinschaftlichkeit!" (Christa Ringkamp, gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V.

„Unser Garten ist ein sozialer Knotenpunkt“

Initiative: Transition Regensburg e.V., Regensburg

 

transition regensburg

Die rund 30 aktiven Gärtner*innen vereint die Leidenschaft, einen grünen Rückzugsort mitten in Stadtamhof, in Regensburg zu gestalten. Dafür hat das Team die gesamte Pump- und Wasserspeicheranlage instandgesetzt und so eine nachhaltige Bewässerung der Pflanzen gesichert. Die Vereinsmitglieder begrünen und bewirtschaften das ca. 600 Quadratmeter große Areal über das ganze Jahr hinweg, bauen Hochbeete und ernten gemeinsam eine Vielzahl an Pflanzen und Gemüsesorten. Zur Unterstützung der heimischen Tierwelt stellten sie ein neues Holz-Insektenhotel auf, dazu Tränken und Futterstellen für Vögel und Kleintiere. Nach dem traditionellen Vorbild der Maya legten die Gärtner:innen dieses Jahr ein Beet für nachhaltige Mischkultur an, mit Mais, Bohnen und Kürbis. Die Maya-Methode der „Drei Schwestern“ sieht vor, dass sich die Pflanzen in perfekter Symbiose gegenseitig schützen und nähren. Um auch den sozialen Zusammenhalt der Anwohnenden zu stärken, veranstalten die Aktiven regelmäßige Pizza-Abende am selbstgebauten Lehmofen oder auch Aktionen zu besonderen Naturereignissen wie im August zur partiellen Sonnenfinsternis und Sternschnuppenbeobachtung.

Pfeil kl orange „Uns vereint die Leidenschaft, einen grünen Rückzugsort für alle mitten in Stadtamhof zu gestalten. Unser Garten ist ein Ort des Verweilens, des Lernens und des Mitgestaltens mitten im urbanen Raum. Der Garten ist unser sozialer Knotenpunkt, an dem Gemeinschaft 
durch gemeinsame Erlebnisse wächst.“ (Christoph Rippler von Transition Regensburg e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Transition Regensburg e.V.

„Für uns zählt: Grün statt Grau!“

Initiative: BetonKnacker Schernikau, gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V., Sachsen-Anhalt

 

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Im Rahmen des Projekts „Gemeinsam gesund durchs Gartenjahr“, der gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V., fand im Juli dieses Jahres die erste BetonKnacker-Aktion statt, angelehnt an die niederländische Tradition des „Tegelwippen“. In Gemeinschaftsarbeit rissen die Aktiven einen alten Waagen-Schuppen in Schernikau ab, legten die versiegelte Fläche frei und schafften so wieder Raum für die Natur. Das Waageloch neben dem einstigen Schuppen füllten sie mit Ziegelsplitt und Erde, um dort pflegeleichte, heimische Stauden wie Eselsohr, Brandkraut, Schafgarbe und Duftnessel zu pflanzen – für die lokale Vegetation und ihre tierischen Bewohner.

Pfeil kl orange „Mit dem Abriss des alten Waagen-Schuppens möchten wir zur Reduzierung von versiegelten Flächen beitragen. Unser Ziel ist es, diese Flächen durch Bäume, Sträucher, Blumen oder blühende Wiesen zu ersetzen, um eine gesündere, klimaresiliente und biodiverse Umgebung zu schaffen.“ (Christa Ringkamp, gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V.

„Wir gestalten gemeinschaftlich ein grünes Paradies“

Initiative: Permakulturzentrum Kiel e.V. Schleswig-Holstein

 

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Im Zentrum von Kiel gestaltet ein Team von circa 20 Permakultur-Begeisterten seit 2014 einen urbanen Stadt- und Waldgarten. Auf dem Gelände des Kreativzentrums „Alte Mu“ wächst heute in Hoch-, Hügel- und Vertikalbeeten ein grünes Paradies aus Kräutern, Blüten und Früchten. Die Mitglieder des Permakulturzentrum Kiel e.V. organisieren sich selbst, jede:r darf mitbestimmen. Alle zwei Wochen versammeln sich die Aktiven, um zukünftige Projekte und Aktionen zu besprechen. Jeden Mittwoch und Freitag kommen sie zu offenen Gartentreffen zusammen. Anwohnende aller Generationen sind eingeladen, bei der Gestaltung der Vereinsflächen mitzuwirken. Im Laufe eines Gartenjahres pflanzen und ernten die Aktiven Kräuter, Früchte, Beeren oder Blumen. Dabei lernen sie viel über die nachhaltige Pflanzenpflege und -kultivierung. Das gemeinsame Arbeiten und Lernen stärkt auch das soziale Klima, etwa beim gemeinsamen Backen am Lehmbackofen, beim Zubereiten von Gemüse oder beim Verköstigen der selbstgemachten Johannisbeermarmelade.

Pfeil kl orange „Mit unseren offenen Gartentreffen sensibilisieren wir Menschen allen Alters und Herkunft für das ökologisch Gärtnern und die angewandte Permakultur. Darüber hinaus betreiben wir durch den Garten auch Natur-, Arten- und Klimaschutz.“ (Mathias Semling, Permakulturzentrum Kiel e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Permakulturzentrum Kiel e.V.

„Wir beleben unseren Hinterhofgarten neu“

Initiative: Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West e.V., Stuttgart (Baden-Württemberg)

 

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Das Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West e.V. (kurz: EKiZ) ist eine der bekanntesten und lebendigsten Anlaufstellen für Familien, Kinder und Nachbarn in Stuttgart. Die Angebote der Vereinsmitglieder des EKiZ sind vielfältig und umfassen ein Familiencafé, verlässliche Betreuungsangebote und ein breites Spektrum an offener Beratung. Zum EKiZ gehört auch der große Hinterhof, der zum Spielen und Verweilen einlädt. Mit einem eigenen Projekt belebten die Aktiven nun den Garten im Hinterhof neu. Kinder und Eltern wirkten bei der Planung, Bepflanzung und Pflege des Areals aktiv mit. Nach einer gemeinsamen Aufräumaktion legten sie an mehreren Gartentagen neue Hochbeete an und bepflanzten sie mit Blumen, Kräutern und Naschpflanzen. Zudem sorgten sie für kindgerechte Gartengeräte und gestalteten für die Familien einen attraktiven Bereich zum Spielen.

Pfeil kl orange „Wir möchten den Hinterhofgarten zu einem grünen, sicheren und familienfreundlichen Begegnungsort machen. Mit unserem Gartenprojekt werden auch Naturerfahrungen, Umweltbewusstsein, gemeinschaftliches Engagement und der Austausch zwischen den Familien gefördert." (Katja Müller, Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Green Pauli by Stadtgemüse, Hamburg

„Unser denkmalgeschütztes Freibad wird zur Spree-Oase“

Initiative: Strombad e.V., Cottbus (Brandenburg)

 

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Ein wundervolles historisches Areal an der Spree wurde zur Nutzung ausgeschrieben und die engagierten Vereinsmitgliedern vom Strombad e.V. erhielten den Zuschlag. Das „Erbe“ umfasste auch einen großen Haufen Granitsteine. Die Aktiven entwickelten die Idee, Hochbeete auf dem Areal anzulegen, für die Mitglieder:innen und Interessierten. Diese ergänzten sie durch umgenutzte Holzboxen. Trotz regelmäßig stattfindender Festivals und anderer Veranstaltungen arbeiten die Vereinsmitglieder für den Erhalt des Lebensraumes von Pflanzen und Tieren. Sie legten eine Insektenwiese an und bauten für ihr Kinderprojekt „vom Pollen zum Vogelei“ Nistkästen und ein Insektenhotel. Regelmäßig laden die Gärtner:innen alle Anwohnenden zum Gartenbrunch, Tag des offenen Denkmals oder Adventsmarkt ein.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist die Entwicklung eines denkmalgeschützten Areals zu einem öffentlichen Raum, bei dem Natur- und Umweltschutz immer mitgedacht werden. Das ganze Gelände ist eine grüne Oase, die wir im Sinne von Nachhaltigkeit und Artendiversität betreiben wollen. Mittlerweile ist dieser Ort besonders im heißen Sommer ein wichtiger Erholungsort für viele Menschen mitten in der Stadt geworden.“ (Petra Gurisch von Strombad e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Strombad e.V., Cottbus

„In unserem Garten wächst Gemüse und gedeiht die Gemeinschaft“

Initiative: Green Pauli by Stadtgemüse, Hamburg

 

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Green Pauli by Stadtgemüse ist ein Gemeinschaftsprojekt der Was Tun!-Stiftung und des ÜberQuel in Hamburg. Dank des Engagements von Anwohnenden ist Green Pauli heute zum dynamisch wachsenden Gemeinschaftsgarten direkt am Hafen von St. Pauli, Hamburg gewachsen. Im Mittelpunkt stellen die Aktiven das Miteinander und den sozialen Austausch und fördern die öffentliche Raumnutzung im Stadtteil. Auf 40 Hochbeeten bauen sie Bio-Gemüse nach Grundprinzipien des ökologischen Landbaus und der regenerativen Landwirtschaft an. Bis zu 20 aktive Gärtner:innen unterschiedlichen Alters und viele Anwohnende nutzen die Gartenflächen regelmäßig und besuchen die wöchentlichen Treffen. Alle Nachbar:innen sind eingeladen, sich mit ihren Ideen in Workshops, bei Erntefesten, durch Beet-Patenschaften oder Kooperationen mit Schulen und Kitas aktiv einzubringen.

Pfeil kl orange „Unser Stadtgarten stärkt nicht nur die Vernetzung im Stadtteil, sondern bietet auch die Möglichkeit, saisonales Gemüse mit nach Hause zu nehmen. Zusätzlich sorgt die Begrünung des urbanen Raums für die Reduktion von Wärmeinseln und gibt Raum für Insekten, Mikroorganismen und der einen oder anderen Maus.“ (Leonard Müller, Green Pauli by Stadtgemüse, Hamburg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Green Pauli by Stadtgemüse, Hamburg

„Unser Garten ist unsere Küche“

Initiative: Küchengarten Jaspershof e.V., Westerstede (Niedersachsen)

 

kuechengarten jaspershof

Gemeinsam bepflanzen 30 naturverbundene Engagierte aus Westerstede eine 3.000 Quadratmeter große Fläche mit verschiedenem Obst- und Gemüsesorten, mit Sonnenblumen, Rosen, Stauden und einer Vielfalt an Kräutern. Sie schaffen einen Treffpunkt in der Natur, um gemeinsam zu gärtnern, zu ernten und zu kochen. Wichtig ist den Aktiven, einen Lebensraum für Bienen, Hummeln und Schmetterlingen zu schaffen – und auch für Igel. Ihr aktuelles Projekt: Der Bau eines Igelhauses.

Pfeil kl orange „Unser Garten soll eine Oase sein für alle Menschen, die naturverbunden sind. Jede und jeder ist willkommen, eine kleine Pause zu machen und durch unsere Vielfalt zu spazieren.“ (Antje Wilken von Küchengarten Jaspershof e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Küchengarten Jaspershof e.V., Westerstede

„Wir bauen Gemüse an und Vorurteile ab“

Initiative: Agenda Hürth e.V., Bürgergarten Hürth (NRW)

 

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Der Bürgergarten in Hürth ist ein gemeinschaftliches Gartenprojekt auf einem Grünstreifen zwischen den Stadtteilen Efferen und Hermülheim. Initiiert von den Mitgliedern des Vereins Agenda Hürth e.V. bietet er mit 34 kleinen Parzellen Familien einer naheliegenden Hochhaussiedlung die Möglichkeit, eigenes Obst, Gemüse und Wildstauden anzubauen.
Die jungen und älteren Anwohnenden der Siedlung, in der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund leben, können sich im Bürgergarten kennenlernen ihre Freude am gemeinsamen Gärtnern und Ernten teilen.

Foto: huyngan-tomato-4831487 via Pixabay

„Bei uns wächst Nachbarschaftshilfe mit jedem Beet“

Initiative: Schoettle-Garten, Stuttgart, Baden-Württemberg

 

schoettle garten

Eine ambitionierte Gruppe von Anwohnenden verwandelt eine öffentliche Grünfläche am Erwin-Schoettle-Platz in Stuttgart-Heslach in einen lebendigen Gemeinschaftsgarten und in ein Stück „Essbare Stadt Stuttgart“. Im Mai diesen Jahres wurde den Aktiven der Platz zur Verfügung gestellt. Seitdem pflanzen die Hobby-Gärtner:innen darauf Gemüse, Kräuter und weitere Nutzpflanzen an, und die wachsen inzwischen üppig. Die Erntezeit ist in vollem Gange. Zusätzlich wurde eine direkt angrenzende Fläche für eine Blumen- und Obstwiese genehmigt. Die Gärtner:innen wollen den Schoettle-Garten gleichzeitig zum attraktiven Begegnungsort für die Anwohnenden gestalten, mit Essbarem für Besucher:innen und mit Lebensräumen für Insekten und Vögel. Alle sind eingeladen, dabei mitzuwirken, dass Natur und Nachbarschaft gemeinsam wachsen und gedeihen können. Ein angrenzendes Restaurant stellt den Aktiven Wasser für ihren Garten zur Verfügung. Mit der benachbarten Kirche wird jetzt eine weitere nachhaltige Lösung organisiert. Sie sieht vor, Regenwasser vom Kirchendach aufzufangen und für die Bewässerung des Gartens zu nutzen.

Pfeil kl orange „Unser Garten bringt Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Hier wächst Nachbarschaftshilfe mit jedem Beet." (Britta Wente vom Schoettle-Garten, Stuttgart)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Schoettle-Garten, Stuttgart

„Unsere Straßen blühen in bunter Pracht“

Initiative: Green City e.V. Grünpaten, München

 

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Gestern noch brachliegende Fläche, heute ein Hingucker mit Wildstauden und Sommerblumen. Die Aktiven von Green City e.V. bepflanzen Grünstreifen, um mehr Natur in die Stadt zu holen und Menschen in der Nachbarschaft zusammenzubringen. In München engagieren sich dafür 300 Pat:innen von Green City e.V., die in den vergangenen zwei Jahren bereits ca. 800 qm Brachfläche neu begrünt haben. Für die Erstbepflanzung erhalten neue Grünpat:innen ein Blumenpaket mit 48 heimischen Wildstauden sowie Bio-Erde von der Stadt München. Begleitet werden die Engagierten von den Vereinsmitgliedern, die ihnen das nötige Wissen und Werkzeug vermitteln.

Pfeil kl orange „Durch das Projekt entstehen naturnahe Blühflächen, die Insekten Nahrung bieten, die biologische Vielfalt fördern und das Wohnumfeld sichtbar aufwerten. Neben dem ökologischen Nutzen stärkt das gemeinsame Gärtnern auch den Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Jede*r kann sich entsprechend seinen Möglichkeiten einbringen.“ (Almut Schenk von Green City e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Green City e.V., München

„Wir ernten mehr als Gemeinschaft“

Initiative: InGa Großlohe e.V., Hamburg

 

inga grosslohe

Dank der 30 engagierten Anwohner:innen entstand aus einem ehemaligen Acker in Großlohe ein lebendiger Gemeinschaftsgarten für das Quartier. Sie machten die Fläche urbar, bauten einen Brunnen, kümmerten sich um die Stromversorgung und errichteten zwei Container als Lagerräume. So schufen sie einen Begegnungsort, der alle Nachbar:innen zum Gärtnern, zu Begegnungen und zur Erholung einlädt. Hier wird es nie langweilig – mit den Gemeinschaftsbeeten, dem Kräutergarten, einem Bienenstand sowie einer Streuobstwiese ist immer etwas zu tun. Die Engagierten wollen besonders den Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft ein Verständnis für den Naturkreislauf vermitteln und sie animieren, spielerisch Verantwortung zu übernehmen.

Pfeil kl orange „Durch Aktivität und Erholung sowie durch die eigene Ernte wollen wir die körperliche Gesundheit fördern. Wir entwickeln eine Gemeinschaft zwischen uns Menschen und mit der Erde und den Pflanzen und stärken so nicht nur uns, sondern auch die Biodiversität.“ (Kathi Wegner von InGa Großlohe e.V.)
Foto: Netzwerk Nachbarschaft / InGa Großlohe e.V., Hamburg

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / InGa Großlohe e.V., Hamburg

„Unser Wassermelonen-Garten trägt vielfältige Früchte“

Initiative: Technische Hochschule Augsburg, Bayern

 

wassermelonengarten

In Augsburg wächst im großen Vorgarten einer Familienunterkunft für geflüchtete Menschen der Wassermelonen-Garten. Er ist ein Projekt der Studierenden für Soziale Arbeit an der Fakultät für Angewandte Geistes- und Naturwissenschaften der TH Augsburg. Hier gärtnern Studierende, Anwohnende, Kinder und geflüchtete Menschen gemeinsam, lernen mit- und voneinander, Sprachbarrieren werden überwunden und -kenntnisse verbessert. Somit trägt der Garten auch im wörtlichen Sinne Früchte, die geerntet werden können. In diesem Jahr, dem vierten erfolgreichen Jahr dieses Projekts, haben die Kinder und Erwachsenen neue Blüh- und Gemüsepflanzen im Wassermelonen-Garten angebaut. Die werden natürlich gemeinsam geerntet und zubereitet.

Pfeil kl orange „Der Wassermelonen-Garten ist ein Begegnungsort von Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung. Die Zielsetzungen für den Garten bestimmen die Bewohner:innen der Unterkunft mit. Derzeit ist es unter anderem der Bau von Habitaten für Wildtiere." (Dr. Juliane Forßmann, TH Augsburg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / TH Augsburg

„Unser Bewohnergarten ist für alle im Viertel ein Anziehungspunkt“

Initiative: MAGs – München aktiv für Gesundheit e.V., München, Bayern

 

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Im Bewohnergarten hinter den Häusern in der Gotteszeller Straße im Münchner Stadtteil Berg Laim bewirtschaften Gärtner:innen aus vielen verschiedenen Nationen 18 Einzelbeete und ein großes Gemeinschaftsbeet. In diesem Jahr bepflanzten sie das Gemeinschaftsbeet mit Kräutern, es steht allen Bewohner:innen frei zur Verfügung. Bereits seit 2008 betreiben die Aktiven den Gemeinschaftsgarten, dank der damaligen finanziellen Unterstützung durch das Förderprogramm "Soziale Stadt". Die hauptamtliche Leitung des Nachbarschaftstreffs “WehaTreff” (in Trägerschaft von MAGs e.V.) und die Stadtteilgesundheitsförderin von MAGs für Berg am Laim begleiten das Projekt konzeptionell. Bei den Gartentreffen zu Beginn und Ende der Saison schmieden die Aktiven Pläne für die neue Saison, organisieren gemeinsame Picknicks mit geernteten Zutaten und bringen Nachbar:innen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Ihr Bewohnergarten und das gemeinsame Gärtnern leistet einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung und ermuntert alle Beteiligten, sich unter freiem Himmel kreativ einzubringen.

Pfeil kl orange „Die blühenden Pflanzen bereichern die Wohnanlage jedes Jahr aufs Neue und haben den Bewohnergarten über die Jahre zu einem Anziehungspunkt auch für Unbeteiligte gemacht. So ist er zu einem Highlight in einem Umfeld mit begrenzten Freizeit- und Kulturangeboten geworden." (Petra Greger, Bewohnergarten Gotteszeller Straße, München)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / MAGs – München aktiv für Gesundheit e.V.

„Wir bauen auch exotische Gemüsesorten an“

Initiative: Solidarischer Gemeinschaftsgarten Trier e.V. (Rheinland-Pfalz)

 

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Die Mitglieder des Solidarischen Gemeinschaftsgartens Trier e.V. betreiben seit neun Jahren eine rund 5.000 Quadratmeter große grüne Oase mitten im Industriegebiet Trier-Euren. Ihr Ziel: gemeinsam nach ökologischen Prinzipien Obst und Gemüse anbauen, die Ernte solidarisch teilen und einen Ort der Begegnung sowie des praxisnahen Lernens schaffen. Neben alten, heimischen Obst-und Gemüsesorten sowie Kräutern wachsen im solidarischen Gemeinschaftsgarten Trier auch exotischere Gemüse- und Beerensorten, wie etwa Kardamom, Ananassalbei, Maulbeere, Feigen, Granatäpfel, Paw Paw ("Indianerbanane") oder Karamellbirne. Extreme Sommerjahre mit wenig Gießwasser gaben den Vereins-Mitgliedern den Impuls zum klimaangepassten Gärtnern, so dass nun auch vermehrt hitze- und dürrebeständige Nutzpflanzen angebaut werden. In der jährlich stattfindenden Skillsharing-Woche geben die Gemeinschaftsgärtner:innen ihr Wissen rund um Landwirtschaft, Handwerk, Nachhaltigkeit und Kunst an andere Gartenbegeisterte und Interessierte weiter. Die Vereinsmitglieder bieten regelmäßig Umwelt- und Projekttage für Kitas, Schulen und Gruppen an.

Pfeil kl orange „Wir denken, dass unser bisher bekanntes heimisches Sortiment so weit ergänzt werden kann, dass für die Selbstversorgung kaum noch Tropenfrüchte zugekauft werden müssen und trotzdem eine beeindruckende Vielfalt auf dem Teller landen kann. Dazu erhoffen wir uns ein entspannteres, klimaangepassteres Gärtnern, weniger Verbrauch von Gießwasser und mehr Gelegenheit, das Gemüse entspannt und ohne "Kampf gegen die Natur", genießen zu können.“ (Eva-Maria Altena, Solidarischer Gemeinschaftsgarten Trier e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Solidarischer Gemeinschaftsgarten Trier e.V.

„Unser Klettenplätzchen ist jetzt ein hitzeresilientes Biotop fürs Veedel“

Initiative: Nachbarschaftsinitiative "Klettenplätzchen"; Köln (NRW)

 

klettenplaetzchen

Im Jahr 2021 schlossen sich zwölf engagierte Nachbarinnen und Nachbarn in Köln-Klettenberg zur Initiative "Klettenplätzchen" zusammen. Ihr Ziel: Parkraum in einen Begegnungsraum verwandeln. Getreu ihrem Motto "Blech raus, grün rein" schufen sie in einem platzähnlichen Kreuzungsbereich eine grüne Oase mit begrünten Baumscheiben, ein Parklet mit Sitzgelegenheiten, kleinen Bäumen und bienenfreundlichen Kübelpflanzen für ein lebendiges, nachbarschaftliches Miteinander. Es entstand ein Ort, der zum Verweilen, sich Treffen, ins Gespräch kommen oder Lesen (Bücherschrank steht gegenüber) einlädt und für alle zugänglich ist – das „Klettenplätzchen“. Mit Unterstützung aus der Nachbarschaft kümmert sich die Initiative um die Pflege der Pflanzen und der selbstgebauten Holzbänke, veranstaltet Lesungen, Feste, Kulturveranstaltungen und Nachbarschaftstreffen. Im Herbst planen sie drei weitere Bäume in Kübeln als natürliche Schattenspender aufzustellen und für die Wasserversorgung einen Wasserspeicher anzuschaffen.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist, aus einem ehemaligen Parkraum dauerhaft einen lebendigen Treffpunkt und ein hitzeresilientes Biotop für das Veedel zu machen. Das gelingt uns mit unserem ‘Klettenplätzchen‘ bisher sehr gut und es strahlt sogar aus: Nachbarn haben weitere Baumscheiben begrünt und der Fußweg am Plätzchen wird nun von großzügig bepflanzten Blumenkästen ergänzt." (Christian Bieler, "Klettenplätzchen"; Köln)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / „Klettenplätzchen“, Köln

„Unser Biogarten-Paradies gedeiht prächtig “

Initiative: Klimaforum Neu Wulmstorf; Niedersachsen

 

biogarten paradies neu wulmsdorf

Seit fünf Jahren gestaltet das achtköpfige Gärtner:innen-Team des Klimaforums Neu Wulmstorf einen artenreichen Biogarten. Den Aktiven ist es wichtig zu zeigen, wie ein Garten mit vorwiegend heimischen Gewächsen und vielfältigen Strukturen die Natur schützen und für Artenreichtum sorgen kann. Sie bauten eine Kräuterspirale, drei Hochbeete mit Gemüse und Salat, etliche Beeren- und Wildsträucher. Dazu legten sie Totholzhecken an, die Vögeln und Kleintieren Schutz- und Lebensraum bieten. Heimische Bäume umranden das Areal und zwei angelegte Teiche mit Fröschen und Schnecken vollenden die Vielfältigkeit. Die Gemeinschaftsgärtner:innen zeigen, wie ein Garten mit kreativen Ideen und natürlichen Mitteln zum Biotop und Nutzgarten aufgewertet werden kann. Dabei verzichten die Aktiven gänzlich auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Unkrautvernichtern.

Pfeil kl orange „Noch in diesem Jahr wollen wir ein weiteres Kleinbiotop mit Steinen errichten, das als Versteck, Sonnenplatz, Jagdrevier, Anwarte oder Winterquartier für Wildbienen, Spinnen, Eidechsen, Blindschleichen und viele mehr dienen soll." (Kerstin Münnich-Krüger; Klimaforum/Biogarten Paradies, Neu Wulmstorf)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Klimaforum, Biogarten Paradies, Neu Wulmstorf

„Wir haben den "Verwilderten" wieder flott gemacht“

Initiative: BUND e.V. Schmalkalden-Meiningen; Thüringen

 

gemeinschaftsgarten untermassfeld

Der Gemeinschaftsgarten „Am Schindgraben“ im thüringischen Untermaßfeld liegt am Dorfrand der Gemeinde und ist mit seinen 3.300 Quadratmetern ein ziemlicher Riese. 15 Jahren lang lag das Areal brach. Am 15. Juni, dem „Tag der offenen Gärten 2026“, öffnete der Garten zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder seine Pforten, zur Freude aller Aktiven und Anwohnenden. Sie feierten mit großer Begeisterung die Wiederbelebung des lange ungenutzten Geländes. Dank des Einsatzes der engagierten Mitglieder vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Kreisverband Schmalkalden-Meiningen steht das gemeindeeigene Refugium nun allen offen. Regelmäßig organisieren die Aktiven für Kinder Naturerlebnistage und errichteten sogar ein imposantes Tippi. Viele Arbeitseinsätze waren nötig, um den "Verwilderten" wieder flott zu machen. Aktuell bauen die Akteure einen Gartenbrunnen für eine autarke Wasserversorgung. Auf ihrem Programm stehen verschiedene Umweltangebote, im Herbst wollen sie mit einer öffentlichen Pflanzaktion Frühblüher setzen. Seit dem "Tag der offenen Gärten" übernehmen Freiwillige die Pflege der Beete und die Ernte der Früchte. Das Interesse der Bewohner:innen des Ortes für die gemeinschaftliche Herrichtung dieser grünen Oase ist deutlich gewachsen.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist es, weiterhin Menschen aller Altersgruppen für das gemeinschaftliche Tun/ Erleben zu begeistern. Wir wollen Kindern auch weiterhin ein vielfältiges Angebot bieten und den Garten noch alltagstauglicher gestalten." (Birgit Henkel, BUND e.V. Schmalkalden-Meiningen)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / BUND e.V. Schmalkalden-Meiningen

„Unser Gemeinschaftsgarten bringt Grün ins Quartier “

Initiative: Green City e.V., München, Bayern

 

westkreuz garten

Auf einer ungenutzten Wiese im Münchner Stadtteil Neuaubing Westkreuz entsteht dank des Engagements von Vereinsaktiven und Anwohner:innen ein neuer Gemeinschaftsgarten. Der neue Treffpunkt und Begegnungsort im Quartier bietet Raum für sozialen, interkulturellen und generationsübergreifenden Kontakt innerhalb der Nachbarschaft. Die Nachbar:innen bepflanzten zunächst 15 neue Hochbeete mit Obst, Gemüse und Kräutern. Für die Beete werden jeweils für eine Saison Patenschaften vergeben. Für das nächste Jahr planen die Aktiven, weitere 15 Hochbeete anzulegen. Der Garten ist als Zwischennutzung bis Ende 2028 geplant, dann wird auf der Fläche ein U-Bahn-Platz gebaut.

Pfeil kl orange „Die Beetpat:innen können sich innerhalb ihres Viertels vernetzen und mit Gleichgesinnten austauschen. Jede:r kann mit der Anzucht und Pflege von Gemüse und Kräutern in Kontakt kommen und eine eigene regionale und biologische Ernte erleben." (Veronika Fröhlich, Green City e.V., München)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Green City e.V., München, Bayern

„Wir pflanzen ein grünes Band durch vier Stadtteile“

Initiative: Gärtnern bei PARKS, Hamburg

 

parks hamburgDer Gemeinschaftsgarten im Alster-Bille-Elbe PARKS im Hamburger Stadtteil Hammerbrook kommen Nachbar:innen unterschiedlichen Alters und kultureller Hintergründe zusammen, um gemeinsam zu gärtnern, zu ernten, vor Ort zu kochen und Kontakte zu knüpfen. Doch der Garten auf dem Gelände des alten Recyclinghofs am Bullerdeich 6 ist mehr: Er ist Teil eines größeren Gestaltungsprojekts. Ziel der Engagierten ist es, öffentliche Flächen der Stadt Hamburg umzugestalten und ein grünes Band durch die vier Stadtteile St. Georg, Borgfelde, Hammerbrook und Rothenburgsort ziehen. Im Frühjahr dieses Jahres mussten die Akteure aufgrund baulicher Maßnahmen mit ihren Hochbeeten umziehen und diese teilweise neu bauen. Im Spätherbst planen sie, in Zusammenarbeit mit der Behörde auf einem neu erschlossenen Areal neue Beete zu bepflanzen, Grünpatenschaften zu organisieren und den bisherigen Nachbarschaftsgarten dorthin zu verlegen.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist es, den neuen, alten Nachbarschaftsgarten weiter zu vergrößern. Auch ist die zuständige Behörde für eine dauerhafte Einbindung unseres nachbarschaftlichen Projektes sehr offen und vermutlich wird es dafür künftig Grünpatenschaften geben." (Holger Carstensen, Gärtnern bei PARKS)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gärtnern bei PARKS, Hamburg

„Wir schaffen eine Oase für urbane Biodiversität“

Initiative: Garten der Bildung, Bonn (NRW)

 

garten der bildung

Seit 2022 wächst im Hinterhof der Volkshochschule Bonn am Mülheimer Platz, ein grüner Ort, der „Garten der Bildung“. Das Areal wird von Kursteilnehmer:innen der Volkshochschule und Anwohnenden gestaltet, um die Artenvielfalt in der Stadt zu schützen und dem Engagement der Anwohnenden für den Naturschutz im Quartier einen gemeinsamen Raum zu geben. In diesem Jahr hat sich dort eine lose Gartengruppe gebildet, die alle zwei Wochen zum offenen Gartentreff zur Pflege der Nutzpflanzen und Grünanlage trifft. Gemeinsam absolvieren sie auch das Kursangebot, um ihre Kenntnisse im Gärtnern zu erweitern. Die Aktiven der VHS Bonn haben dafür ein festes Kursprogramm entwickelt und laden zu Aktionen rund ums Grün ein. Das Programm umfasst das Weidenflechten oder Workshops zur Permakultur- und den Umgang mit Saatgut. Interessierte können so praxisnah und nachhaltig das Klima- und umweltfreundliche Gärtnern erlernen. Kernstück ist der Bauerngarten, der quasi als Praxis-Labor“ dazu dient, den Gemüseanbau zu erlernen, auch im eigenen Umfeld. Wer keinen eigenen Garten hat, kann hier ebenfalls gemeinschaftlich pflanzen und ernten. Auch Bienen fühlen sich im Garten der Bildung heimisch. Ein Imkermeister kümmert sich um ihr Wohlergehen und bietet einmal im Monat Kurse an, in denen er auch seine Arbeiten vor Ort erläutert - ganz ohne Anmeldung und kostenfrei.

Pfeil kl orange „Unser Garten der Bildung versteht sich als Oase für urbane Biodiversität und bietet allen Interessierten die Chance, aktiv an der Gestaltung eines ökologisch hochwertigen Nutzgartens mitzuwirken." (Stephanie Klassen, Garten der Bildung, Bonn)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / VHS Bonn

„Unser Naturteich mitten im Stadtteil ist ein Schmuckstück“

Initiative: Mitmach-Garten Ostring e.V.; Karlsruhe (Baden-Württemberg)

 

mitmach garten karlsruhe

Im Sommer 2024 ergriffen die Vereinsmitglieder des Mitmach-Gartens Ostring e.V. gemeinschaftlich eine Initiative, um den ehemaligen Schaugarten eines Karlsruher Steinhandels zur grünen Oase aufzuwerten. Der Boden steckte voller Steine und Schotter, den die Aktiven mit Geduld, Kreativität und Muskelkraft in fruchtbare Beete verwandelten. Heute wächst hier mitten im Stadtteil Gemüse und Obst. Besonders beindruckt sind die Anwohner:innen von dem Schmuckstück, einem naturnahen Teich. Bei den monatlichen Gemeinschaftstagen packen alle gemeinsam an – etwa für den Bau neuer Sitzgelegenheiten oder dem Entfernen invasiver Pflanzen. Beim Hecken- und Obstbaumschnitt oder beim Mähen mit der Sense lernen die Gärtner:innen viel Neues dazu und beziehen die Kinder des benachbarten Kindergartens mit ein.

Pfeil kl orange „In unserem Garten vereinen wir Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe. Neben dem Gärtnern liegt uns besonders das gemeinsame Tun und Lernen am Herzen. So schaffen wir einen Garten für Begegnung und eine Oase der Natur mitten in der Stadt." (Gerhard Jordan, Mitmach-Garten Ostring e.V., Karlsruhe)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Mitmach-Garten Ostring e.V., Karlsruhe

„Unsere Hochbeete auf dem Eulerplatz lassen auch den Zusammenhalt "sprießen"“

Initiative: Eulerplatz, Berlin Wedding

 

eulerplatz berlin

Anwohnerinnen und Anwohner des Berliner Stadtteils Wedding wollten ihren Kiez grüner gestalten und einen Platz für gemeinsame Treffen schaffen. 2023 starteten sie im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts und unter Beteiligung vieler engagierter Bewohner:innen die Umgestaltung des Eulerplatzes mit Sitzecken, Begrünungen und Hochbeeten. Die Hochbeete werden jeweils für ein Jahr von Einzelpersonen, Paaren, Familien und Kindern aus der direkt am Platz gelegenen Kita bepflanzt und gepflegt. Heute ist der Eulerplatz ein fester Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft, nicht nur zum gemeinsamen Gärtnern, sondern auch für Sommerfeste oder kleine Diskussionsveranstaltungen.

Pfeil kl orange „Mit der Umgestaltung und Begrünung des Eulerplatzes möchten wir den Zusammenhalt sowie die Beziehungen in der Nachbarschaft in unserem Kiez fördern und verbessern." (Anna Müller, Eulerplatz, Berlin)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Eulerplatz, Berlin

„In unserem Rosengarten trifft Kultur auf Natur“

Initiative: Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg, Berlin

 

bib tempelhof rosengarten

An heißen Tagen unter schattigen Apfelbäumen, zwischen duftenden Mahonien und Rosen genüsslich ein Buch lesen – das können die Leser:innen im Rosengarten der Berliner Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg. Dank der Initiative von Freiwilligen sind hier geruhsame Auszeiten möglich. Dass der terrassenförmige Garten der Bibliothek jedes Jahr weiterhin so schön grünt und blüht und die Bibliotheksbesucher:innen sich hier wohlfühlen, liegt an der großartigen Pflege und Hege der vier ehrenamtlichen Gartenfeen. In dem Garten gibt es aber nicht nur eine Vielzahl an blühenden Pflanzen: Vor gut sechs Jahren legten die Aktiven in einer gemeinschaftlichen Pflanzaktion auch Hochbeete für den Gemüseanbau an. Seitdem wachsen neben Rosen und Tulpen auch Tomaten, Bohnen und diverse Kräuter im Bibliotheks-Garten.

Pfeil kl orange „Wir bereiten unseren Besuchern durch die stetige Weiterentwicklung unseres Rosengartens einen angenehmen Aufenthaltsort zum ungestörten Lernen und zur Begegnung, wie etwa für den Kieztreff, sowie für unsere Lesezirkel.“ (Eva Häger, Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg, Berlin

„Bei uns wachsen biologische Vielfalt und ökologische Fürsorge zusammen“

Initiative: Floating e.V., Berlin

 

floating gardens berlin

In einem Regenrückhaltebecken auf dem Tempelhofer Feld ist im Laufe der Jahre ein Ökosystem gewachsen, das sich sämtliche Blütenpflanzen, Insekten, Amphibien, Vögel und viele andere Kleinstlebewesen zum Wohnraum gemacht haben. Hier wachsen die Floating Gardens – die schwimmenden Gärten Berlins! Seit 2019 erforscht eine 15-köpfige interkulturelle Floating Gardens-Gemeinschaft Möglichkeiten, mehr Vielfalt an essbaren Pflanzen im urbanen Raum anzubauen, um Biodiversität und Nahrungssicherheit zu fördern - ohne dabei den Boden zu berühren. Auf den im Regenwasserbecken errichteten Bauten (Gerüsten), pflanzen die Mitglieder des Floating e.V. etwa “schwimmende" Bohnen oder "schwimmenden" Rosen- und Beerenhain an. Sie säen und pflegen dabei einfache, robuste Pflanzungen, welche sie dem vereinseigenem Saatgutarchiv entnehmen. Die Floating Gardens bieten einen einzigartigen urbanen Freiraum, der öffentlich zugänglich ist und als Naturkultur-Lernort von den Vereinsmitgliedern erfahrbar gemacht wird.

Pfeil kl orange „Wir ernten und archivieren unser (non-GMO) Saatgut, um es in der nächsten Saison wieder anzubauen und die ausgewählten Pflanzenkombinationen fertig zur Anpflanzung an urbane Gärtner:innen weiterzugeben. So machen wir aus Gartenarbeit einen Beitrag zu einer Stadt, in der biologische Vielfalt, inklusive Gemeinschaft und ökologische Fürsorge zusammenwachsen." (Lorene Goesele, Floating e.V., Berlin)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Floating e.V., Berlin

„Wir laden alle auf unser SpielFeldM2 ein!“

Initiative: Urban Gardening der Hoepfner Stiftung, Karlsruhe (Baden-Württemberg)

 

hoepfner stiftung

Das Hoepfner Areal in der Karlsruher Oststadt ist ein urbanes Quartier, das die Tradition der Privatbrauerei Hoepfner mit modernen Zukunftsprojekten für Wohnen und Gemeinschaft verbindet. Im Herzen dieses Areals haben Mitglieder der Stiftung eine grüne Oase gestaltet, die allen Menschen aus der Nachbarschaft als Treffpunkt zum gemeinsamen Gärtnern dient. Gemeinsam mit Bewohner:innen und Besuchern kultivieren die Aktiven auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik M2 - dem SpielFeldM2 - einen essbaren Garten mit Kräutern, Beeten und Obstbäumen. Heute ist das Areal ein beliebter Aufenthaltsort für Mensch und Tier. In Kooperation mit Urbane Gärten Karlsruhe entwickeln die Gärtner:innen den Gemeinschaftsgarten mittlerweile im sechsten Jahr. Kinder und Erwachsene pflanzen, bauen, beobachten, ernten und experimentieren hier gemeinsam. Workshops vermitteln das Wissen, wie ein Garten klimaresilienter und artenreicher werden. Bei einer gemeinsamen Tafelrunde im Juli dieses Jahres feierten die Anwohnenden das neu entstandene Spielfeld als Ort der Artenvielfalt und des Klimaschutzes.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist es, mitten in der Stadt einen klimaresilienten, artenreichen und essbaren Gemeinschaftsgarten als offenen Treffpunkt für die Nachbarschaft zu schaffen und stetig weiterzuentwickeln. Es soll ein lebendiger Ort entstehen, der Menschen zusammenbringt, Natur in der Stadt fördert und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Lebensqualität und Klimaanpassung leistet." (Lisa Mielke, Hoepfner Stiftung)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Hoepfner Stiftung, Karlsruhe

„Unser Inselgarten fördert die Biodiversität in der Stadt“

Initiative: INSEL-Gemeinschaftsgarten, Berlin

 

insel garten

Vor zehn Jahren hatten Anwohnende die Idee, einen Gemeinschaftsgarten auf der Mierendorff-INSEL in Berlin-Charlottenburg zu gründen. Im Juni 2017 schritten sie, unterstützt von der Dorfwerkstadt e.V. und dem Grünflächenamt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, zur Tat und realisierten auf einer Brachfläche von 750 Quadratmetern einen Garten der Vielfalt. Die INSEL-Einwohner:innen, unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, pflanzten hier mit großem Engagement Beete mit verschiedenen Gemüse- und Salatpflanzen. Die Schüler:innen einer nahegelegenen Grundschule bauten eine Kräuterspirale. Gedüngt wird nur mit eigenem Kompost und biologischem Dünger. In ihrem INSEL-Garten gibt es heute neben heimischen Beerensorten viele Obstbäume, einen Kartoffelacker und zwei Wildbienenhotels. Seit 2022 nehmen die Aktiven des Gemeinschaftsgartens an verschiedenen Citizen Science Projekten teil.

Pfeil kl orange „Es ist unser Anliegen, im Rahmen des Gemeinschaftsgartens die Biodiversität in der Stadt zu fördern und durch das gemeinsame Gärtnern zum sozialen Miteinander auf der INSEL beizutragen." (Gundi Kälber, INSEL-Gemeinschaftsgarten, Berlin)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / INSEL-Gemeinschaftsgarten, Berlin

„Für unseren Gemeinschaftsgarten haben wir eine Pferdewiese gepachtet“

Initiative: Mitmachen-Garten Rüppurr e.V., Karlsruhe (Baden-Württemberg)

 

mitmachgarten rueppurr

Für die Hobbygärtner:innen des Vereins Mitmach-Garten-Rüppurr in Karlsruhe war die brachliegende Pferdewiese ein Glücksfall. Um das 1,4 Hektar große Grundstück im Eigentum des Landes Baden-Württemberg pachten zu können, gründeten 30 Aktive 2023 einen gemeinnützigen Verein. Heute zählt er 120 Mitglieder jeden Alters. Ihr Credo: biologische Vielfalt. So legten die Gärtner:innen eine Streuobstwiese mit alten Obstbäumen und eine artenreichen Blühwiese an. Auf individuellen Parzellen pflanzen die Aktiven zur Selbstversorgung Gemüse und Kräuter an. In regelmäßig stattfindenden Kursen bilden sich die Gemeinschaftsgärtner:innen weiter, etwa wie man Wiesen mit der Sense mäht oder Flachs verarbeitet.

Pfeil kl orange „Unser Gemeinschaftsgarten hat sich zum Anziehungspunkt für die umliegenden Stadtteile gemausert. Besonders für die Bewohner:innen des nahegelegenen Wohnstifts ist er ein attraktives Ziel für den täglichen Spaziergang." (Bernhard Baldas, Mitmach-Garten Rüppurr e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Mitmachen-Garten Rüppurr e.V., Karlsruhe (Baden-Württemberg)

„Unser grünes Klassenzimmer begeistert die jungen Menschen!“

Initiative: Freunde der Insel Kaninchenwerder e.V.; Klein Trebbow, (Mecklenburg-Vorpommern)

 

freunde der insel kaninchenwerder

Im Süden des Schweriner Sees liegt ein geschütztes Naturparadies, die kleine Insel Kaninchenwerder. Der Verein "Freunde der Insel Kaninchenwerder" e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese wertvolle Naturlandschaft zu schützen. Ihr "Grünes Klassenzimmer " ist einem Bildungsort für Schüler und Kinder, die in gemeinsamen Pflanzaktionen die Wildwiesen und die alte Streuobstwiese aktiv mitgestalten. Vereinsmitglieder und naturinteressierte Freunde schaffen so ein Nahrungsangebot für wildlebende Honigbienen. Im Herbst dieses Jahres plant der Verein, mit Besuchern der Insel insektenfreundliche Frühjahrsblüher zu pflanzen und die Gemeinschaftsaktion in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Damit wollen sie insbesondere die junge Generation ansprechen und für ein langfristiges Engagement vor Ort begeistern.

Pfeil kl orange „Mit der Gestaltung eines schönen Naturgartens im "Grünen Klassenzimmer Kaninchenwerder" machen wir Besucher und Gästegruppen auf die Zusammenhänge und die Bedeutung des ‚Netzwerkes Natur‘ aufmerksam. Die Botschaft unseres Naturgartens lautet: "Wir sind, was wir tun". (Mario Hanel, Freunde der Insel Kaninchenwerder e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Freunde der Insel Kaninchenwerder e.V.; Klein Trebbow, (Mecklenburg-Vorpommern)

„Wir begrünen und entsiegeln für mehr Artenvielfalt!“

Initiative: Güterbahnhof Bremen - Areal für Kunst und Kultur e.V.

 

arbeitsgruppe hofgruen

Der Güterbahnhof Bremen – Areal für Kunst und Kultur e.V. ist mit rund 36.000 Quadratmetern Fläche einer der zentralsten und wichtigsten Knotenpunkte für die Kulturszene in Bremen. Direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen, dient das stillgelegte Eisenbahnareal seit 1997 als lebendiger Arbeits-, Produktions- und Präsentationsort.
2016 beschloss Gemeinschaft der Künstler:innen, im Innenhof grüne Aufenthaltsflächen zu schaffen. Seither legen sie in Eigenleistung grüne Inseln an und entsiegeln, wo erlaubt, auch Flächen. Um einen zweiten Tiny-Forest anzulegen, hat die Arbeitsgruppe HofGrün eine weitere Entsiegelungserlaubnis für den Innenhof beantragt. Um Igel und weitere Insekten anzulocken, gestalteten die Aktiven in diesem Sommer eine Totholzhecke. Am „Igelhotel“ soll demnächst auch eine Wildbeobachtungskamera angebracht werden.

Pfeil kl orange „Nachdem wir anfingen, den Innenhof zu begrünen, bemerkten wir schnell, dass Menschen aus der Nachbarschaft in den Sitzecken ihr Mittagspäuschen verbrachten und Reisende vom Busterminal die Grüninseln als angenehmen Aufenthaltsort entdeckten. Die Zahl der Insekten und Vögel hat deutlich zugenommen." (Gertrud Schleimig von der Arbeitsgruppe HofGrün; Güterbahnhof Bremen - Areal für Kunst und Kultur e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Güterbahnhof Bremen - Areal für Kunst und Kultur e.V.

„Wir machen aus einer Brachfläche einen grünen Aufenthaltsort“

Initiative: DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V.; BENNplus Raoul-Wallenberg-Straße

 

ein ort fuer euchIn Berlin-Marzahn, inmitten von Plattenbauten, gestalten Mitarbeitende des DRK-Kreisverbandes Berlin-Nordost e.V. gemeinsam mit Freiwilligen des Viertels einen Ort, der zum Mitgärtnern einlädt. „Ein Ort für Euch!“ - ist eine Brachfläche, die bisher wenig gepflegt wurde. Da sie jedoch vielen Anwohnenden, vor allem aus der benachbarten Notunterkunft, als Aufenthaltsort dient, ergriffen Anwohnende die Initiative. Für dieses Jahr planen sie, das Areal rund um die angelegten Hochbeete und den Miniwald "neBENNan" zu bepflanzen und einen begrünten Wall anzulegen und zu pflegen. Schon das Aufstellen von Sitzgelegenheiten und Mülleimern haben die Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden deutlich verbessert. Jetzt werden weitere Flächen zur Nutzung freigelegt, wild wuchernde Pflanzen und Obstbäume beschnitten.

Pfeil kl orange „Wir möchten eine Begegnung ermöglichen zwischen Menschen, die sich sonst nicht begegnet wären. Anwohnende aus der Geflüchtetenunterkunft sowie die alteingesessene Nachbarschaft können sich bei den Begrünungsaktionen besser kennenlernen, das Verständnis füreinander stärken und Vorurteile abgebaut.“ (Swantje Ritter, DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V.; BENNplus Raoul-Wallenberg-Straße

„Unsere Käferburg begeistert schon die Kleinen für den Artenschutz“

Initiative: Wendeschleife – Klimagarten im Quartier, Potsdam (Brandenburg)

 

gemeinschaftsgarten wendeschleife

Seit 2017 gedeiht in Potsdam Drewitz rund um einen Bauwagen der offene Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgarten "Wendeschleife". Engagierte Anwohner:innen haben hier, auf einem Teil der ehemaligen Tram-Wendeschleife, einen Ort zum Erholen, Mitgestalten und Mitmachen entwickelt. Ihre grüne Oase ist offen für alle Nachbar:innen, Vereine und Initiativen. In diesem Jahr haben die Akteure ihren Gemeinschaftsgarten um zusätzliche Beete, Pflanzen und wilde Ecken erweitert. Zusätzlich legten sie eine Käferburg an und freuen sich über deren Wachstum. Um die Anwohner:innen für das Thema "Käfer" zu sensibilisieren, führt Enthomologin Cathrina Balthasar einen informativen und kostenlosen Insektenspaziergang durch. In Kooperation mit der Kita "Storchennest" konnten bereits zwei Kindergruppen im Alter von 3-5 Jahren für den Stamm der Gliederfüßer begeistert werden.

Pfeil kl orange „Mit der insektenfreundlichen Bearbeitung unseres Gemeinschaftsgartens wollen wir verschiedenste Kleinstlebensräume vor allem für Insekten schaffen und mit informativen Aktionen das Verständnis für den Artenschutz stärken." (Francie Großhennig, Wendeschleife - Klimagarten im Quartier, Potsdam)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Wendeschleife – Klimagarten im Quartier, Potsdam (Brandenburg)

„Unser Grün verbindet Generationen und Kulturen“

Initiative: Dammweg 216, Berlin

 

dammweg 216

Am Dammweg wächst mehr als Gemüse – dort befindet sich heute auf einer großen Ackerfläche ein kleines, sehr lebendiges Ökosystem. Enten, Füchse, Frösche, Bienen, Schmetterlinge und viele Kleinstlebewesen teilen sich den Garten mit den Menschen. Das ist 15 engagierten Anwohner:innen zu danken, die den Acker in Gemeinschaftsinitiative kultivieren, einen Bienstock und ein Gewächshaus anlegen und deren Pflege und Bepflanzung betreiben. Zusammen mit Kindern aus der Nachbarschaft gestalten sie ihre Naturoase, geben ihre Erfahrungen weiter, verwirklichen Garten-Kunstprojekte und laden regelmäßig zu geselligen Festen im Garten ein. Der Nachbarschaft bietet sich hier ein besonderer Freiraum, in dem sie bewusst und wertschätzend mit der Natur und ihren Ressourcen umgehen.

Pfeil kl orange „Ein besonderes Ziel ist für uns die Verbindung unterschiedlicher Generationen und Kulturen. Dabei möchten wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, miteinander Verantwortung zu übernehmen, eigene Ideen umzusetzen und zu erleben, dass sie ihren Lebensraum selbst mitgestalten können.“ (Kathrin Dröppelmann von Dammweg 216)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Dammweg 216, Berlin

„Wir gärtnern ökologisch – und lernen viel voneinander“

Initiative: Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann e.V., Bochum (NRW)

 

gemeinschaftsgarten hof bergmann

Der Hof Bergmann ist mitten in Bochum Laer, zwischen dem ehemaligen Opelgelände und der dichtbesiedelten Hustadt gelegen und stellt eine einzigartige grüne Oase dar. Auf dem dazugehörigen Grundstück initiierten die Vereinsmitglieder einen rund zwei Hektar großen Gemeinschaftsgarten, den die Anwohnenden des Hofes und Freunde, in Eigeninitiative gestalten, pflegen und erweitern. An den wöchentlichen Gartentagen und monatlichen Hoftagen legen sie Gemüse- und Zierbeeten an, pflegen die Wildblumen- und Streuobstwiese sowie weitere naturnahe Bereichen, wie etwa das Wildbienenhotel. Ihre Gartenarbeit ergänzen die Aktiven mit Führungen, Workshops und gemeinschaftliche Veranstaltungen zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz. Der Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann ist ein Ort der Begegnung für Anwohnende unterschiedlicher Herkunft und Vorerfahrung. Ihnen allen ist es wichtig, gemeinsam aktiv zu werden, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist es seit jeher, die grüne Oase Hof Bergmann als ökologischen und gemeinschaftlich gestalteten Ort dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir fördern die biologische Vielfalt, schaffen Lebensräume für Tiere und zeigen, wie nachhaltiges und ökologisches Gärtnern und Leben mitten in der Stadt funktionieren kann." (Sinja Strunz, Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann e.V., Bochum)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann e.V., Bochum (NRW)

„Indem wir Blumen sähen, blühen wir selbst auf“

Initiative: Hafenkräuter, Duisburg (Nordrhein-Westfalen)

 

hafenkraeuter

Der Ruhrorter Neumarkt verlor in den letzten Jahren zunehmend an Aufenthaltsqualität. Um das zu ändern, gründeten 10 Engagierte aus der Nachbarschaft die Initiative „Hafenkräuter“. Regelmäßig treffen sie sich zum Urban Gardening und setzen dem Grau ein sattes Grün entgegen. Gemeinsam schaffen die Aktiven Grünflachen im städtischen Raum, organisieren Pflanzentauschtreffen, bauen Hochbeete und fördern so die Biodiversität und ein besseres Mikroklima – auch im interkulturellen Zusammenhalt.

Pfeil kl orange „Wir wollen den Menschen einen Ort des Zusammenkommens, zum Flanieren und Wohlfühlen zurückgeben. Die Verbesserung der Lebensqualität ist für jede und jeden vor Ort sichtbar und spürbar.“ (Sybille Kastner von Hafenkräuter)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Hafenkräuter, Duisburg (Nordrhein-Westfalen)

„Wir schlagen gemeinsam Wurzeln“

Initiative: Interkultureller Garten Neumarkt e.V. (Bayern)

 

interkulturelle garten neumarkt

Der Interkulturelle Garten Neumarkt in der Oberpfalz wird von den Aktiven als ein integratives, inklusives und nachhaltiges Gemeinschaftsprojekt betrieben. Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal bauen die Gärtner:innen gemeinsam regionales Gemüse, Obst und Kräuter an. Wer mag, mietet sich für die Dauer eines Jahres seine eigene kleine Parzelle, am Boden oder in Hochbeeten. Auf dieser Fläche wird dann nach Herzenslust frei gepflanzt und gegärtnert. Neben den individuell gepachteten Beeten gibt es eine große Gemeinschaftsfläche, die als Treffpunkt für interkulturellen Austausch, gemeinsame Feste und gegenseitige Nachbarschaftshilfe dient.

Pfeil kl orange „In diesem Jahr haben wir auf einer extra dafür hergerichteten Fläche, Kartoffeln, gelbe Rüben, Lauch und Sellerie gepflanzt. Dieses Gemüse wird im Dezember zu einer Suppe verarbeitet und anschließend beim Christkindlmarkt verkauft. Der Gewinn kommt erneut einer sozialen Einrichtung zugute." (Rita Großhauser, Interkultureller Garten Neumarkt e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Interkultureller Garten Neumarkt e.V. (Bayern)

„Bei unserer Bienenwoche machen Groß und Klein mit“

Initiative: Kita Jägerhof, Stadthagen (Niedersachsen)

 

kita jaegerhofSumm, summ, summ, Bienchen summ herum – es ist Bienen-Woche in der Kita Jägerhof in Stadthagen! Auf dem Außengelände der Kita haben Pädagog:innen und Eltern gemeinsam mit den Kindern der Einrichtung mehrere bienenfreundliche Staudenbeete sowie Hochbeete mit Obst- und Gemüsepflanzen angelegt. Auch ein Bienenhotel, das Wildbienen einen dauerhaften Nist- und Lebensraum bietet, wurde gemeinsam während der Aktionswoche errichtet. Beim Bau und der Umsetzung des Wildbienenhotels konnten sich die Hobby-Gärtner:innen über die Unterstützung einer regionalen Imkerei und einer Gartenbaufirma freuen.  Der Erfolg: Mit der Bienenwoche förderten sie biologische Vielfalt und vermittelten den Kindern ökologische Zusammenhänge praxisnah.

Pfeil kl orange „Die Kinder erlebten unmittelbar die Bedeutung von Bestäubern für Natur und Ernährung und lernten durch eigenes Mitwirken die Entwicklung einer Pflanze vom Anbau bis zur Ernte kennen." (Sarah Koller, Förderverein Kita Jägerhof, Stadthagen)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Kita Jägerhof, Stadthagen (Niedersachsen)

„Wir blühen zusammen mit unserem Garten auf“

Initiative: Landschafts- und Kunstverein Rietzer Berg e.V., Kloster Lehnin (Brandenburg)

 

rietzer berg

Aus nah und fern kommen regelmäßig ca. 50 Aktive in den Gemeinschaftsgarten auf dem Rietzer Berg, um ihn stetig weiter auszubauen und gemeinsam zu gärtnern – die einzige Bedingung: Es wird nur Bio-Saatgut verwendet. Beim geselligen Werkeln halten die engagierten Gärtnerinnen und Gärtner zusammen, entwickeln Workshops zu verschiedenen Themen wie Samengewinnung, Fermentieren oder Permakultur und treffen sich zum Austausch oder gemeinsamen Kochen. Begeistert sehen die Vereinsaktiven, wie der Garten Hand in Hand mit der Gemeinschaft jedes Jahr weiterwächst.

Pfeil kl orange „Unser Ziel ist es, das Projekt noch mehr auf eigene Beine zu stellen und durch die Gemeinschaft aufleben zu lassen.“ (Susan Griesbach von Landschafts- und Kunstverein Rietzer Berg e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Landschafts- und Kunstverein Rietzer Berg e.V., Kloster Lehnin (Brandenburg)

„Unser Paradies liegt zwischen Himmel und Hauptstadt“

Initiative: Waldgarten Berlin-Britz e.V.

 

waldgarten berlin britz

Zentral in unserer Anlage gelegen, bildet der Gemeinschaftsgarten mit seinen 5.000 Quadratmetern das Herz des „Waldgartens Berlin-Britz“. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine zusätzliche Fläche von 1.000 Quadratmetern, die speziell der Umweltbildung gewidmet ist. Der Gemeinschaftsgarten ist nicht nur ein urbanes Naturparadies, sondern auch ein Ort des Miteinanders und der Gemeinschaft. Einmal im Monat treffen sich die Vereinsmitglieder mit Gästen und gärtnern gemeinsam im öffentlichen Waldgartenpark. Dann stehen Wegepflege, Queckenbekämpfung, Baumscheiben- sowie Staudenpflege und Ernte auf dem Programm - je nach Einsatzmonat. An den großen Gemeinschaftseinsätzen nehmen rund 40 Personen aus dem Verein und aus der Nachbarschaft teil.

Pfeil kl orange „Wir schaffen einen urbanen Waldgarten im Süden Berlins und betreiben diesen langfristig. Der Ort mit über 200 verschiedenen essbaren, mehrjährigen Pflanzenarten steht unserer Nachbarschaft zum Verweilen, Genießen und Naschen öffentlich zur Verfügung." (Sinan Ekmekci, Waldgarten Berlin-Britz e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Waldgarten Berlin-Britz e.V.

„Wir begeistern Kinder für den Artenschutz“

Initiative: Ev.-luth. Kita Zwergenburg, Lauenhagen (Niedersachsen)

 

kita zwergenbund

Die Pädagog:innen der Kita Zwergenburg wollen die Kita-Kinder schon früh für den Natur- und Artenschutz begeistern und gemeinsam mit ihnen erlebbar machen. Dafür haben sie auf dem Kita-Gelände bienenfreundliche Ecken und Inseln errichtet und mit nektar- sowie pollenreichen Stauden bestückt. Als Umrandung nutzten sie Totholz, das jetzt Insekten als Lebensraum dient. Gemeinsam mit den Kindern legten sich zudem Hochbeete an und bepflanzten sie mit Gemüse und Kräutern. Die Kräuterernte diente allen zur Herstellung von Kräuterbutter und Minztee.

Pfeil kl orange „Um besser die Vögel beobachten zu können, haben wir Vogelhäuser gebaut und mit Kameras ausgestattet. Die Kinder konnten so gleich zweimal das Brüten einer Vogelmutter erleben. Es ist beeindruckend, wie behutsam sie damit umgegangen sind." (Anja Trocka, Ev.-Luth. Kita Zwergenburg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Ev.-luth. Kita Zwergenburg, Lauenhagen (Niedersachsen)

„Wir verwandeln öffentliche Grünflächen in blühende Lebensräume“

Initiative: Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg (Bayern)

 

agenda 21 ottobrunn

Ihre Quartiere grüner, bunter und lebenswerter zu gestalten – dieses Ziel verbindet die engagierten Anwohnenden aus Ottobrunn. Sie übernehmen Patenschaften für öffentliche Grünflächen und verwandeln öde Seitenstreifen, triste Bauminseln oder leere Pflanztröge in wertvolle Blühflächen. Initiiert und organisiert wird das Projekt von den Ehrenamtlichen der lokalen Agenda 21. Gemeinsam mit der Gemeinde klären die Gärtner:innen die Eignung der kommunalen Grünflächen und die Pflanzenwahl. Ziel ihres Projekts ist es, jede noch so kleine Fläche zum Trittsteinbiotop zu begrünen und einen sichtbaren Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Aktuell betreuen 27 Grünpat:innen 14 Beete mit einer Gesamtfläche von circa 200 Quadratmetern, die im ganzen Ort verteilt sind.

Pfeil kl orange „Die Patenflächen bieten die Möglichkeit, ins Handeln und mit Passant:innen ins Gespräch zu kommen. Unser jüngstes Erfolgserlebnis ist eine kurze Straße mit drei Grünflächen. Innerhalb weniger Wochen konnten dort alle Flächen als Patentbeete vergeben werden. Unser erklärtes Ziel: Alle anstecken, für ein blühendes Ottobrunn!" (Susanne Schulze, Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg (Bayern)

„Wir gestalten Vielfalt statt Monokultur“

Initiative: Gemeinschaftsgarten Bommersheim, Oberursel (Hessen)

 

gemeinschaftsgarten oberursel

Vor fünf Jahren setzte sich eine Gruppe von 15 engagierten Anwohner:innen das Ziel, aus einem brachliegenden, 2.500 Quadratmeter großen Garten einen multikulturellen Begegnungsort zu schaffen. Heute wird hier gegärtnert, was das Zeug hält. Gemüse und Kräuter, Mitmachangebote für die Kleinen und das gemeinsame Ernten schließen zusammen.  Zum Pausieren und Plauschen an den Gartentagen treffen sich die Aktiven auf der Veranda oder unterm schattenspendenden Walnussbaum. Um ihren Garten besser vor Trockenperioden zu schützen, praktizieren die Aktiven das klimaangepasste Gärtnern. Ihre Devise: Vielfalt statt Monokultur!

Pfeil kl orange „Die Gemeinschaft steht an oberster Stelle, auch wer sich nur sporadisch einbringen kann, wird als Mitglied gesehen. Zusammen wollen wir inmitten der Monokultur ein kleines Paradies für Mensch und Tier schaffen.“ (Julia Moitzfeld von dem Gemeinschaftsgarten Bommersheim)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gemeinschaftsgarten Bommersheim, Oberursel

„Wir bieten einen Ort des Lernens und der Begegnung“

Initiative: Wettringen-Selbst-Bewusst e.V.; Gemeinschaftsgarten Wettringen (NRW)

 

gemeinschaftsgarten wettringen

Der parkähnliche Gemeinschaftsgarten im nordrhein-westfälischen Wettringen ist heute ein gemeinschaftlicher, interkultureller Garten für jung und alt. Dank der Initiative der Vereinsmitglieder wird heute im Gemeinschaftsgarten ökologischer Anbau betrieben – für gesunde Lebensmittel und die Förderung von Natur und Umwelt im direkten Wohnumfeld. Die Gärtner:innen geben Wissen, alte Kulturtechniken sowie Fertigkeiten weiter, Neulinge erhalten jede Menge Informationen und Hilfestellung. Auch Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen und sozialen Einrichtungen können sich im Gemeinschaftsgarten ‚ausprobieren‘ und Projekte realisieren, die in Eigenregie schwierig umzusetzen sind. Heute lockt hier eine Streuobstwiese Insekten und Bienen an, eine Anlage zur Regenwassernutzung sowie ein eigenes Kompostiersystem schützen die Natur. Regelmäßig stattfindende Kurse und Workshops runden das Angebot der Aktiven ab. Neben den individuellen Beeten der Teilnehmer:innen und den gemeinschaftlich genutzten Pflanzflächen gibt es im Gemeinschaftsgarten Wettringen auch einen Bienenlehrstand. Dort können sich Interessierte zu Imker:innen ausgebildet lassen.

Pfeil kl orange „Unser Gemeinschaftsgarten nicht nur ein Ort des Anbaus, sondern auch ein Ort des Lernens und der Begegnung. Hier wird deutlich, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen gemeinsam handeln. Im Kleinen entstehen Erfahrungen, die den Blick weiten: auf Lebensmittel, auf Natur und auf das eigene Handeln." (Anne Hartmann, Gemeinschaftsgarten Wettringen)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Wettringen-Selbst-Bewusst e.V., Wettringen

„Wir verwandeln eine vermüllte Brachfläche zur grünen Oase“

Initiative: hêlîn e.V., Dortmund

 

bostan helin

18 engagierte Anwohnende krempeln die Ärmel hoch und verwandeln eine zu einer Müllhalde verkommene Brachfläche in eine schöne grüne Oase für alle Nachbar:innen. Für ihren im Klinikviertel gelegenen Nachbarschaftsgarten bostan (kurdisch: Gemüsegarten) bauen sie in gemeinsamer Arbeit saisonale und lokales Gemüse, Kräuter und Pflanzen an. Auch die Ernte kommt allen zugute. Mit Vorfreude planen sie aktuell die Begrünung einer Wiese, das Pflanzen einer Hecke und mehrerer Beete. Regelmäßig organisieren die Vereinsmitglieder vielfältige Aktivitäten wie Garten- und Erntefeste und bilden sich in Workshops weiter – als interkulturelle, integrative und umweltpädagogische Nachbarschaft.

Pfeil kl orange „Wir möchten etwas Gutes tun und gemeinsam gärtnern. bostan bietet allen Nachbar:innen einen Ort der Begegnung und zum Spielen und Lernen an. Somit ist das Gartenprojekt ein einmaliges und nachhaltiges Angebot im Klinikviertel. Interessierte jeden Alters sind herzlich willkommen.“ (Kurd Azad von bostan des hêlîn e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / hêlîn e.V., Dortmund

„Bei uns finden auch Tiere eine sichere Heimat!“

Initiative: Ev. Kirchengemeinde Wartburgkirche, Frankfurt a.M.

 

garten wartburgkircheMitten in der Bankenmetropole Frankfurt engagieren sich Freiwillige für den großen Garten der ev. Wartburgkirche. Sie begrünen ihn gemeinschaftlich mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen. Im Turm der Wartburgkirche betreuen sie mittlerweile acht Bienenvölker, die dank dem blühenden und nahrungsreichen Garten eine reiche Honigernte garantieren. Schmetterlinge, Igel, Marder, Spechte, Bussarde und weitere Vogelarten haben auf dem großen Außengelände der Wartburgkirche eine Heimat gefunden. Die Gemeinde-Gärtner:innen bestücken den Garten jährlich mit weiteren insekten- und bienenfreundlichen Pflanzen. So legten sie im vergangenen Jahr ein neues Hochbeet an, in dem nun Tomaten und Paprika wachsen.

Pfeil kl orange „Derzeit erfreuen wir uns an der Ernte unserer Feigen und unserer Weintrauben, die auch bei den Bienen und allen anderen Insekten sehr beliebt sind. Unser Gartenteam ist eine übergemeindliche Initiative, die über die Gemeindegrenze und den Gartenzaun hinaus wirkt!" (Thomas Diemer, Ev. Wartburggemeinde, Frankfurt a.M.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Ev. Kirchengemeinde Wartburgkirche, Frankfurt a.M.

„Wir stärken unsere Wurzeln“

Initiative: Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V., Kasbach-Ohlenberg (Rheinland-Pfalz)

 

utamara

Von März bis Oktober vergeht kaum ein Tag, an dem die 15 aktiven Vereinsmitglieder sich nicht im Gemüse- und Kräutergarten der Frauenbegegnungsstätte treffen. Sie pflanzen, pflegen, ernten und verarbeiten Weintrauben, Beeren, Kräuter sowie Obst-und Gemüsepflanzen. Viele Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung nutzen hier die Möglichkeit, ihre Erfahrungen einzubringen. Das gemeinsame Gärtnern stärkt ihren solidarischen Zusammenhalt. Zudem nutzen die Teilnehmerinnen die Begegnungsstätte für vielfältige Bildungs- und Beratungsangebote, Sprach- und Schwimmkurse sowie für Feriencamps.

Pfeil kl orange „Die Gartenarbeit bei UTAMARA e.V. ermöglicht allen Teilnehmerinnen gemeinsame Erlebnisse, gegenseitiges Kennenlernen und interkulturellen Austausch.“ (Avar Gülten von der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V., Kasbach-Ohlenberg (Rheinland-Pfalz)

„Wir lassen unsere Nachbarschaft aufblühen“

Initiative: Interkulturelle Hochbeetgarten-Initiative Jovyplatz, Gladbeck (Nordrhein-Westfalen)

 

interkultureller hochbeetgarten

In guter Gemeinschaft begrünen und bepflanzen – darauf wollen die 25 engagierten Gärtner:innen aus Gladbeck-Mitte nicht mehr verzichten. Seit Beginn ihrer Initiative beziehen sie regelmäßig rund 100 Menschen aus der direkten und umliegenden Nachbarschaft in ihr Projekt ein. Alle nehmen an den wöchentlichen Gartentreffen während der Saison teil, übernehmen zeitweise Patenschaften für eines der vielen Hochbeete und organisieren gemeinsam das jährliche Erntedankfest.

Pfeil kl orange „Der interkulturelle Hochbeetgarten stärkt durch gemeinsames Gärtnern, regelmäßige Treffen und gemeinsame Veranstaltungen den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generation im Quartier. Viele neue Begegnungen schaffen ein starkes Gemeinschaftsgefühl.“ (Müzeyyen Dreessen, interkulturelle Hochbeetgarten-Initiative Jovyplatz)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Interkulturelle Hochbeetgarten-Initiative Jovyplatz, Gladbeck (Nordrhein-Westfalen)

„Wir pflanzen einen essbaren Waldgarten für alle“

Initiative: Waldgarten der Branitzer Baumuniversität

 

neue branitzer baumuniversitaet

Auf einem brachliegenden Gelände am Stadtrand von Cottbus entsteht die neue Branitzer Baumuniversität. Gemeinsam mit Anwohnenden aus Cottbus und Umgebung gestalten die Initiator:innen einem Teil der neuen Baumuniversität zum Waldgarten mit zahlreichen Gehölz- und essbaren Staudenarten um. Die engagierten Mitglieder der "Waldgartengruppe" haben bereits ein kleines Areal urbar gemacht und Bodenverbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Schon jetzt bereichern weit über 100 Pflanzenarten das Gelände. Der größere Teil der ca. einen Hektar großen Fläche wird im Herbst dieses Jahres begrünt. Dazu wollen die Gärtner:innen noch in diesem Jahr Streuobstwiesen anlegen und eine Bienenburg bauen.

Pfeil kl orange „Der Waldgarten ist für alle offen, jeder kann mitwirken und sich sowohl an der Arbeit als auch an der späteren Ernte beteiligen. Schon jetzt entwickelt sich der Waldgarten zu einem wichtigen Teil der grünen städtischen Infrastruktur.“ (Dr. Christian Böhm, Waldgarten der Branitzer Baumuniversität, Cottbus)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Waldgarten der Branitzer Baumuniversität

„Auf unserem Kinderacker lernen die Kleinen das gemeinsame Gärtnern“

Initiative: Kinderacker und Naturgarten Gebersdorf, Nürnberg

 

kinderacker gebersdorf

Idyllisch am Main-Donau-Kanal gelegen, ist der Naturgarten Gebersdorf ein wunderbarer Platz für Jung und Alt. Im Frühjahr 2024 haben die Initiator:innen begonnen, das ursprüngliche Gelände mit viel ehrenamtlicher Arbeit und Unterstützung der Stadt Nürnberg in einen schönen und naturbelassenen Begegnungsort zu verwandeln. Im rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände legten sie einen Kinderacker an, der jetzt von der Kindergruppe des BUND-Naturschutz bepflanzt und betreut wird. Sobald das erste Gemüse reif ist, können die Kinder zusammen mit einer Köchin ihre Kochkünste üben und in einem Holzbackofen Brot und Pizza backen. Im Naturgarten Gebersdorf finden regelmäßig Kurse und Veranstaltungen statt. Ein altes Gewächshaus auf dem Kinderacker dient als eine Art "Grünes Klassenzimmer", so dass die Kurse auch im Trockenen stattfinden können. Aktuell erweitern die Gärtner:innen den Kinderacker um weitere Beete und planen, neue Bäume zu pflanzen, weitere Tümpel anzulegen und ein fünfeckiges Gewächshaus zu errichten.

Pfeil kl orange „Mit diesen Aktionen wollen wir noch mehr Biodiversität fördern und mehr Platz fürs gemeinsame Gärtnern schaffen." (Hubert Rottner Defet vom Kinderacker und Naturgarten Gebersdorf, Nürnberg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Kinderacker und Naturgarten Gebersdorf, Nürnberg

„Wir gestalten einen Waldgarten“

Initiative: Kath. Kirchengemeinde St. Urbanus, Dortmund

 

waldgarten st urbanus

Vor sieben Jahren entstand auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal der Dortmunder Kirchengemeinde St. Urbanus in Zusammenarbeit der FH Südwestfalen und den Urbanisten ein Permakulturgarten. Pfadfinder:innen und Anwohnende beteiligten sich aktiv an der Konzipierung und Umsetzung des Areals. Auf dem Außengelände des Gemeindehauses bauten die Aktiven Hochbeete, in die sie Gemüsepflanzen, Kräuter und Obststauden setzten. Nach und nach kamen Wild- und Obstgehölze, Beerensträucher, zwei Pergolen mit Rankpflanzen wie Kiwi, Hopfen oder Wein, mehrere Bienenstöcke sowie ein Sauerbeet hinzu. Die Mitglieder der Kirchengemeinde haben mittlerweile die dauerhafte Pflege ihres „Waldgartens“ übernommen. In diesem Jahr stehen vor allem Vorbereitungen für die IGA 2027 im Vordergrund.

Pfeil kl orange „Der Waldgarten ist ein Beispiel dafür, wie Gärten in der Stadt produktiv und umweltgerecht gestaltet werden können. Der Austausch und die Zusammenarbeit von Menschen aus der Gemeinde stehen dabei im Fokus.“ (Michael Ortwald, Kath. Kirchengemeinde St. Urbanus, Dortmund)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Kath. Kirchengemeinde St. Urbanus, Dortmund

„Unser Generationen-Garten stärkt den Zusammenhalt im Stadtteil“

Initiative: Stadtteilarbeit e.V., Nachbarschaftstreff Generationengarten, München

 

nachbarschaftstreff generationengarten

Der Nachbarschaftstreff Generationengarten wird von den Mitgliedern des Vereins Stadtteilarbeit e.V. als interkultureller, generationenübergreifender Treffpunkt im Münchner Petuelpark bewirtschaftet. Es dient den Anwohnenden als Ort der Begegnung, des gemeinsamen Lernens und zur tatkräftigen Umsetzung ökologisch-gärtnerischer Interessen für ihren Stadtteil. In diesem Jahr haben die Initiator:innen des Generationengartens viele Beete neu bepflanzt, eine Trockenmauer sowie ein Sandarium angelegt. Zudem pflanzten sie verschiedenen Beerensträucher und heimische Frühblüher. Der Nachbarschaftstreff Generationengarten ist Kooperationspartner des bundesweiten Projekts "1qm Lein". Dafür haben die Aktiven ein Flachsbeet angelegt und werden im Herbst ein Flachsfest veranstalten.

Pfeil kl orange „Mit verschiedenen Angeboten, durchgeführten Veranstaltungen und Workshops leistet der Generationengarten einen Beitrag zur Aufwertung des Stadtteils, zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Inklusion und dem sozialen Zusammenhalt der Menschen." (Lukas Gschnitzer, Stadtteilarbeit e.V., München)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Nachbarschaftstreff Generationengarten, München

„Wir bringen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen“

Initiative: Saugarten e.V., Butzbach

 

saugarten

Der Saugarten ist ein gemeinschaftlich organisierter Nachbarschaftsgarten in Butzbach. In den vergangenen zwei Jahren wurde gemeinsam mit Nachbar:innen aus dem umliegenden Wohngebiet eine ehemalige Brachfläche in einen naturnahen Begegnungsort verwandelt. Hier wird nicht nur zusammen gegärtnert – der Garten ist auch ein Ort für Umweltbildung, Austausch und gelebte Nachbarschaft. Regelmäßige Mitmachaktionen, offene Gartentreffen und gemeinsame Arbeitseinsätze bringen Menschen unterschiedlichen Alters und mit ganz verschiedenen Hintergründen zusammen. In 2026 ist ein artenreiches Wildblumenbeet in einer lila-orangefarbenen Blütenkombination geplant, das heimischen Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten wertvolle Nahrung bietet und gleichzeitig ein attraktiver Blickfang für alle Besucher des Gartens wird.

Pfeil kl orange „Mit dem neuen Wildblumenbeet möchten wir die ökologische Qualität unseres Naturgartens weiter verbessern. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Nachbarschaft zu zeigen, wie selbst kleine Flächen einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten können – und wie gemeinsames Gärtnern Menschen miteinander verbindet." (Julia Kline vom Saugarten e.V., Butzbach)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Saugarten e.V., Butzbach

„Wir gestalten unseren Waldgarten zur essbaren Landschaft“

Initiative: Urbaner Waldgarten am Helleböhnweg, Kassel

 

waldgarten hellboehnwegDer Urbane Waldgarten am Helleböhnweg in Kassel wird von den Aktiven als eine öffentliche, gemeinschaftlich genutzte Stadtoase im Stadtteil Süsterfeld-Helleböhn betrieben. Die rund 5.000 Quadratmeter große Fläche wurde im Mai 2024 feierlich eingeweiht. Sie dient als essbarer, mehrschichtiger Park, der von den Anwohnenden aktiv gestaltet und gepflegt wird. Das 20-köpfige Waldarten-Team setzt sich an den regelmäßig stattfindenden Gemeinschaftsgärtnertagen für die Pflege des Areals ein. Ziel und Zweck des Waldgartens am Hellböhnweg sind die Pflege und der Erhalt dieser ökologischen Vielfalt, die Förderung der Gemeinschaft durch gemeinsames Gärtnern und die Schaffung offener Bildungsangebote für alle Altersgruppen.

Pfeil kl orange „In den vergangenen zwei Jahren ist aus unserem Waldgarten eine essbare, naturnahe Landschaft geworden sowie ein Lern- und Begegnungsort nach den Ideen der Permakultur. Unser Wunsch ist es, dauerhaft und selbstorganisiert den gemeinschaftlich gepflegten Waldgarten zu etablieren." (Marion Hennemann, Urbaner Waldgarten am Helleböhnweg)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Urbaner Waldgarten am Helleböhnweg, Kassel

„Wir schaffen eine grüne Oase für unsere Nachbarschaft“

Initiative: bruntbach e.V., Dresden

 

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Der Gemeinschaftsgarten „nebenan" wird von der engagierten Gärtner-Gemeinschaft des Vereins bruntbach e.V. gepflegt und jährlich begrünt. Die Aktiven kommen regelmäßig zusammen, um die grüne Oase inmitten eines wachsenden Wohngebietes nicht nur zu erhalten, sondern auch zum beliebten Treffpunkt für Jung und Alt in der Nachbarschaft auszubauen. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Umweltqualität und das ökologische Gleichgewicht im Wohnumfeld zu fördern. Die gemeinsamen Begrünungsaktionen umfassen das Anlegen neuer Beetflächen und Hochbeete. Außerdem kümmern sich die Gärtner:innen um den Schutz der Bäume auf dem Grundstück.

Pfeil kl orange „Unser Garten ‚nebenan‘ soll als Aktivitäts- und Erholungsraum für die Nachbarschaft einen Treffpunkt schaffen, der Gemeinschaft und Wohlbefinden stärkt.“ (Otto Ritter, Bruntbach e.V., Dresden)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / bruntbach e.V., Dresden

„Wir versorgen die Nachbarschaft mit Obst, Gemüse und Kultur“

Initiative: Gemeinschaftsgarten Niederurff, Hessen

 

gemga niederurff

Im hessischen Bad Zwesten betreiben die Anwohnenden den Gemeinschaftsgarten Niederurff, der allen als Treffpunkt, Ruhe- und Entfaltungsort zur gemeinschaftlichen Nutzung offensteht. Umgeben ist das 1000 Quadratmeter große Grundstück von einheimischen Obstbäumen, -sträuchern sowie Obst- und Wild-Hecken. Fünf Familien und ihre Freund:innen treffen sich einmal die Woche, um den Garten naturnah zu bewirtschaften und zu gestalten. Der Garten dient den Aktiven zur Selbstversorgung und gemeinsamen Ernte. Jedes Jahr organisieren die Hobby-Gärtner:innen besondere Projekte und regelmäßige Führungen durch den GEMGA Niederurff. Die Gärtner:innen gestalten ihren Gemeinschaftsgarten auch als Kulturraum. In diesem Jahr laden sie zum Gartentheater ein.

Pfeil kl orange „Unser Gemeinschaftsgarten ist die Keimzelle unseres Nachbarschaftsnetzwerkes GemGa, das sich gegenseitig in vielen Belangen auf dem Lande unterstützt. Hier treffen wir uns, um kulturelle Veranstaltungen oder Projekte zu planen, Ideen auszutauschen, umzusetzen oder um uns zu erholen und zu feiern." (Stefan Pollmächer, Gemeinschaftsgarten Niederurff)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gemeinschaftsgarten Niederurff, Hessen

„Wir bringen unseren Waldgarten zum Blühen“

Initiative: Urbaner Waldgarten am Wahlebach Waldau, Kassel

 

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Der urbane Waldgarten am Wahlebach in Kassel-Waldau ist eine rund 5.000 Quadratmeter große, öffentlich zugängliche Gemeinschaftsfläche. Er wurde im Mai 2023 nach einem Bürgerbeteiligungsprojekt aus dem Jahr 2022 eröffnet und bietet mittlerweile eine breite Vielfalt an essbarem Obst, Gemüse, Nüssen und Kräutern für alle. In diesem Jahr möchte das Team des Urbanen Waldgartens eine Blühfläche im Waldgarten anlegen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Diese geplante Blühfläche wollen die Gärtner:innen künftig in einem Drei-Jahres-Rhythmus bearbeiten.

Pfeil kl orange „Wir möchten uns an der Fläche erfreuen und hier einen Raum schaffen, um Insekten zu beobachten. Dies ist für die Kinder und Jugendlichen, die den Waldgarten mit ihren Gruppen besuchen, besonders wichtig.“ (Helma Bach vom Urbanen Waldgarten am Wahlebach Waldau)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Urbaner Waldgarten am Wahlebach Waldau, Kassel

„Wir tun was für die Natur in Bad Dürkheim“

Initiative: Arbeitsgruppe "Wilde Wiese" vom Wohnprojekt Froh2Wo, Bad Dürkheim

 

jwz 26 wilde wiese froh2wohSeit 2021 existiert das genossenschaftliche Mehrgenerationenwohnprojekt „Froh2Wo“ in Bad Dürkheim. Von Anfang an machten sich die 14 Mitglieder der Arbeitsgruppe „Wilde Wiese“ Gedanken, um das Gelände der Wohnanlage so naturnah und insektenfreundlich wie möglich zu gestalten. So pflanzten sie mit Hilfe weiterer Mitbewohner:innen Obstbäume und Beerensträucher, legten Beete und Blühflächen an, bauten ein Bienen- und Insektenhaus, einen Unterschlupf für Igel sowie Nistkästen und Wasserstellen für Vögel. An den Hauswänden wachsen nun an freistehenden Spalieren Kletterrosen, Weinreben oder Glyzinien, die die Fassade optisch aufwerten und Insekten Nahrung bieten.
Und eine vertikale Begrünung über der Garageneinfahrt mit Schling-Knöterich, Weinrebe, Mauerwein und Geißschlinge ist durch die künstlerische, lustige Bemalung der grauen Betonwände jetzt ein wahrer Hingucker.
Für dieses Jahr hat die AG bereits die nächste Begrünungsaktion geplant: Die Mitglieder wollen die Gemeinschafts-Terrasse der Wohnanlage durch große Pflanzkübel mit integriertem Rankgitter verschönern – und so den Bewohner:innen Sichtschutz bieten und Schatten spenden.

Pfeil kl orange „Intakte Natur ist wichtig für Mensch und Tier. Deshalb wünschen wir uns noch viele Nachahmer und hoffen, dass wir andere mit unserer Begeisterung inspirieren können, sich aktiv für die Umwelt zu engagieren." (AG "Wilde Wiese", Froh2Wo, Bad Dürkheim)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Arbeitsgruppe "Wilde Wiese" vom Wohnprojekt Froh2Wo, Bad Dürkheim

„Wir bereichern Riedberg mit ‚grünen Beeten‘“

Initiative: Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V., Frankfurt a.M.

 

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Mehr essbares Grün auf öffentlichen Plätzen zu schaffen, das war der Antrieb von Barbara Albert von der Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V. Gemeinsam mit der neu gegründeten Nachbarschaftsgartengruppe baute und bepflanzte sie drei öffentliche Hochbeete mit essbaren Kultur- und Wildpflanzen. Die „Grünen Beete“ sind ein voller Erfolg und ein wunderbares Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement den Stadtteil bereichern kann – mit frischem Gemüse, heimischen Kräutern und einer offenen, lebendigen Nachbarschaft. Künftig sollen die Beete auch für kleine Vorträge, Mitmachaktionen und Gartenveranstaltungen genutzt werden.

Pfeil kl orange „Ich wollte einen Ort für Nachhaltigkeit, Biodiversität, Wissensvermittlung, Nachbarschaftsvernetzung, Gesundheit, Entspannung und Freude schaffen.“ (Barbara Albert von der Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V., Frankfurt a.M.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V., Frankfurt a.M.

„Wir treffen uns im ‚Garten des Spiels‘“

Initiative: wundersam anders e.V., Bayreuth

 

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An heißen Sommertagen im kühlenden Schatten von Bäumen und Pflanzen zusammenkommen, plaudern, miteinander spielen, Spaß haben – das ist der Traum der Aktiven von wundersam anders e.V. in Bayreuth. Der Verein bringt Menschen jedes Alters durch das gemeinsame Spiel(en) zusammen, wodurch der gegenseitige Austausch und das soziale Miteinander gefördert werden. Vor dem „Haus des Spiels“, dem Vereinssitz, soll nun eine unattraktive Parkfläche entsiegelt und in einen Garten verwandelt werden. Dafür haben die Aktiven bereits einen Baum gepflanzt, zwei Hochbeete errichtet und eine Regenbank installiert, die die Hochbeete und den Baum mit Regenwasser versorgt. Geplant haben sie weitere Begrünungsmaßnahmen wie ein zusätzliches Hochbeet mit Sicht- und Lärmschutz, einen Blühstreifen und eine Begrünung der Hauswand.

Pfeil kl orange „Der Garten des Spiels soll ein Aufenthaltsort und ein Platz der Begegnung werden, an dem Menschen einfach zusammenkommen können.“ (Marco Marino von wundersam anders e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / wundersam anders e.V., Bayreuth

„Wir bepflanzen die Dächer von Umkleidekabinen“

Initiative: Gemeinsam für Vielfalt e.V., Unkel

 

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Der Bürgerpark in Unkel am Rhein ist ein ehemaliges Freibadgelände, das von den Aktiven des Vereins Schritt für Schritt zum Bürgerpark umgestaltet wird. Die Umkleidekabinen des Freibads, bisher überdacht mit einer Holzkonstruktion und Wellplastikbahnen, sollen alle ein begrüntes Dach erhalten.

Pfeil kl orange „Mit der Begrünung der Dächer erweitern wir das Nahrungsangebot für Insekten und fördern die Biodiversität im Park. Die neuen Gründächer wirken temperaturausgleichend und sind ein wertvoller Beitrag zur Anpassung des Bürgerparks an die sich ändernden klimatischen Bedingungen.“ (Ruth Moenikes-Peis von Gemeinsam für Vielfalt e.V.)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gemeinsam für Vielfalt e.V., Unkel

„Wir lassen unser Blankenese erblühen“

Initiative: Zukunftsforum Blankenese, Hamburg

 

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Mehr Grün im Stadtteil – das haben sich die Aktiven des Zukunftsforums Blankenese zum Ziel gesetzt. Dank der zupackenden Initiative der Anwohnenden grünt, blüht und gedeiht es schon prächtig. Im Frühjahr haben die Hobbygärtner:innen mehrere öffentliche Beete und Grünflächen entlang der Bahnhofstraße, der Propst-Paulsen-Straße sowie auf dem Marktplatz bepflanzt. Mit dabei: die Kinder von zwei Schulklassen. Um die Pflege der Beete kümmern sich die Mitglieder des Zukunftsforums Blankenese liebevoll. Im Herbst planen sie weitere Pflanzaktionen.

Pfeil kl orange „Wir möchten mehr Farbenpracht auf unsere öffentlichen Beete bringen und gleichzeitig mehr für unsere heimischen Insekten und Vögel tun. Wir laden jeden ein, der Lust hat, zu gärtnern, mitzumachen.“ (Rosario Then de Lammerskötter vom Zukunftsforum Blankenese)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Zukunftsforum Blankenese, Hamburg

„Wir begrünen unseren Hinterhof“

Initiative: Königinnen & Helden, Düsseldorf

 

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Ein ausgedienter Waschsalon im multikulturellen Viertel Düsseldorf Oberbilk ist das neue Zuhause des Vereins Königinnen und Helden e.V.  Gemeinsam mit Kindern, Familien und Senior:nnen aus dem Viertel wollen die Aktiven des Vereins nun die Flächen vor ihrem „Waschsalon“ sowie den dazugehörigen Hinterhof begrünen, um den Kiez für alle ein Stück schöner zu machen.

Pfeil kl orange „Durch aktive Beteiligungsmöglichkeit für Klein und Groß möchten wir gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, aber auch der Vermüllung unseres Viertel entgegenwirken.“ (Andrea Abbing von Königinnen & Helden)

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Königinnen & Helden, Düsseldorf

 

Die Gewinner von "Jede Wiese zählt!" 2025

„Wir machen aus Grau Grün – und das gemeinsam“

Initiative: Parkbeet e.V. Saarbrücken (Saarland)

 

parkbeetGrau raus, Grün rein – mitten im Saarland verwandelten 25 Aktive von Parkbeet e.V. den Innenhof eines Co-Working-Spaces in eine lebendige Stadtoase. Auf 120 Quadratmetern gepflasterter Fläche legten sie mehr als 20 Hochbeete an und bepflanzten sie mit heimischen Schattenpflanzen wie Giersch, Gundermann, Waldmeister, Farne und Walderdbeeren. Drumherum gestalteten sie den Innenhof mit einer Eberesche, Schwarzem Holunder und Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Hortensien und Waldreben, die an den Backsteinwänden emporranken. Mit Vogelhäuschen und einer Totholzecke entstand so wertvoller Lebensraum, in dem sich sogar eine Gottesanbeterin niedergelassen hat. Sitzgelegenheiten, ein kleiner Teich und ein restaurierter Strandkorb machen den Hof jetzt zu einem Ort für Menschen wie für Tiere – ein Platz zum Verweilen und Durchatmen. So schaffen die Parkbeetler eine grüne Oase, die im Sommer kühlt, Vögel und Insekten versorgt und Nachbarschaft wie Co-WorkerInnen zusammenbringt. Mit Workshops, Saatgutaktionen und Infomaterialien geben die Aktiven ihre Erfahrungen weiter.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Parkbeet e.V. Saarbrücken 

„Wir setzen auf Vielfalt“

Initiative: Querbeet Leipzig e.V. (Sachsen)

 

querbeet leipzigDer Mitmachgarten „Wirrwuchs“ in Paunsdorf gedeiht und blüht. Seit Kurzem ist ein neues Kita-Beet Teil der Begrünungsfamilie. Die Kinder packen mit an, wenn Samen ausgesät und Pflanzen gepflegt werden. Auch beim Jungpflanzenmarkt florierte die Vielfalt: vorgezogene Tomaten, Kürbisse oder Chilis wechselten die BesitzerInnen, unverpackt und direkt aus der Nachbarschaft. Doch der „Wirrwuchs“ ist mehr als Gärtnern: Wöchentlich gibt es Aktionen von allen für alle – Kita-Kinder können mit Blumen färben, SeniorInnen gestalten Wildblumensträuße und in Workshops erfahren alle Interessierten, wie man mit essbaren Blüten backen kann. Nebenbei entstehen Blühstreifen, Insektenhotels und wilde Ecken, die heimischen Pflanzen und Tieren neuen Raum geben. Rund 70 Engagierte machen mit – und gestalten hier gemeinsam auf 1.340 Quadratmetern ein nachhaltiges Areal mit wilden Bereichen und Gemüsebeeten. Offen, barrierefrei und kostenfrei lädt der Garten ein, Natur mit allen Sinnen zu erfahren, Wissen zu teilen und Gemeinschaft zu leben.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Querbeet Leipzig e.V.

 

„Wir bringen Leben zwischen Gleise und Gräser“

Initiative: Neupetershainer Geschichten e.V., Neupetershain (Brandenburg)

 

neupetershainer geschichtenWo einst nur vermüllte Brachfläche war, entsteht in Neupetershain ein neuer Treffpunkt für Natur, Nachbarschaft und Ideen: Die 15 Aktiven vom „Neupetershainer Geschichten e.V.“ haben direkt am Bahnhof eine rund 650 m² große Fläche in eine blühende Wiese verwandelt – mit essbaren Pflanzen, Tiny-Wäldern, Nistplätzen und viel Raum für Begegnung. Sie werten das Gelände ökologisch auf, gestalten es behutsam und machen es mit Strom- und Wasseranschlüssen auch als Veranstaltungsort nutzbar. Eine denkmalgerecht freigelegte Pflasterstraße dient heute als naturnahe Bühne und eine Spalierobstwand verbindet Ästhetik mit Artenvielfalt. Insekten, Schmetterlinge, Vögel und sogar Blindschleichen haben den neuen Lebensraum bereits angenommen. Doch die „Wiese für Alle“ ist mehr als ein Naturprojekt: Die Engagierten planen, das Bahnhofsgelände und damit den Ortseingang von Neupetershain neu zu beleben. Mit Aktionen, Bildungsformaten und generationsübergreifendem Engagement zeigen sie, wie aus einer Problemzone ein lebendiger Ort werden kann – für Natur, Nachbarschaft und das ganze Dorf.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Neupetershainer Geschichten e.V.

 

„Wir tanken Natur mitten in Ramersdorf“

Initiative: Gemeinschaftsgarten rosen_heim, München-Ramersdorf (Bayern)

 

gemeinschaftsgarten rosenheimWo früher Zapfsäulen standen, wachsen heute Tomaten, Kräuter und Salat: Die Aktiven des Gemeinschaftsgartens rosen_heim haben eine alte Tankstelle in eine grüne Oase verwandelt. Weil der Boden versiegelt ist, gedeihen das Gemüse und die Kräuter in selbstgebauten Paletten-Hochbeeten – gepflegt von 15 engagierten Mitgliedern und vielen helfenden Händen aus der Nachbarschaft. Seit inzwischen zehn Jahren ist der Garten ein lebendiger Treffpunkt für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Generationen. Gemeinsam säen, gießen, bauen und ernten sie – und im Sommer öffnen sie alle zwei Wochen die Gartentore für Aktionen mit NachbarInnen, Schulen und Kindergärten. Aus einer alten Tankstelle in Ramersdorf ist so ein Ort entstanden, der nicht nur frisches Gemüse liefert, sondern auch Gemeinschaft wachsen lässt.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Gemeinschaftsgarten rosen_heim

 

„Wir bringen Schönwalde zum Brummen“

Initiative: Nachbarschaftshilfe WGG e.V., Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)

 

Nachbarschaftshilfe WGG Mitten im von Neubaublöcken geprägten Greifswalder Stadtteil Schönwalde II haben elf Aktive der Nachbarschaftshilfe WGG e.V. den Gemeinschaftsgarten „Bunte Flora“ geschaffen – ein grünes und offenes Mitmachprojekt für alle, die Lust auf ökologisches Gärtnern, Artenvielfalt und Begegnung haben. Wo Einsamkeit im Viertel oft spürbar ist, gedeiht hier ein einladender Ort. NachbarInnen kommen ins Gespräch, arbeiten zusammen an Beeten und genießen ihre Erfolge bei Kaffee oder Grill.
Seit 2017 gestalten die HobbygärtnerInnen naturbelassene Ecken, Blühstreifen, Kräuterspirale, Totholzhecke und Nistkästen. Futterringe und Insektenhotels locken selten gewordene Arten wie Wintergoldhähnchen, Zaunkönige oder Wildbienen zurück in die Nachbarschaft. Alle erfreuen sich am neuen Lebens- und Schutzraum für Insekten und Singvögel.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Nachbarschaftshilfe WGG e.V., Greifswald

 

Sonderpreis Balkonbegrünung

„Ich pflanze ein Paradies in luftiger Höhe“

Initiative: Marianne Manske, Konstanz (Baden-Württemberg)

 

Balkonparadies Seit Februar 2024 entsteht auf einem fünf Quadratmeter großen Balkon ein kleines Paradies – ein vielfältiger Lebensraum für Moose, Flechten, Thymian, Lavendel, Kiwi, Wein, Hamamelis, Ginkgo, Oliven- und Pfirsichbaum, Vögel, Wildbienen und mehr. Die Initiatorin nutzt die Natur nicht nur, sondern nimmt sie wahr und unterstützt sie. Mit Geduld und nach dem Vorbild natürlicher Ökosysteme wie den Prinzipien des Regenwaldes schafft sie eine nachhaltige Balance und Artenvielfalt. Für die Initiatorin, die selbst mit einer Schwerbehinderung lebt und wenig soziale Kontakte hat, sind die Pflanzen und Tiere mehr als Gestaltungselemente – sie sind echte Nachbarn. Gemeinsam mit ihnen entsteht ein lebendiger Raum, der zeigt, wie viel Leben selbst auf kleinem Raum möglich ist.

 

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Balkonparadies

 

„Ich teile meinen Balkon – mit Bienen, Vögeln und Freunden“

Initiative: Linda Orth, Bonn (Nordrhein-Westfalen)

 

Lindas Balkon Auf einem zehn Quadratmeter großen Balkon ist eine kleine Oase entstanden: Strauchbasilikum, Tomaten, Schnittlauch, Mohn- und Sonnenblumen gedeihen hier Seite an Seite – und bieten Vögeln, Bienen und Hummeln ein wahres Festmahl. Für die Bewohnerin ist es ein Genuss, dem Naschen der Insekten zuzusehen, und ein spürbarer Ausgleich im Alltag. Besonders faszinierend sind die Mondwinden, deren große weiße Blüten sich bei Anbruch der Nacht in wenigen Minuten öffnen und köstlich duften, um sich mit dem Sonnenaufgang wieder zu schließen – ein Schauspiel, das NachbarInnen und FreundInnen gleichermaßen begeistert. Mittlerweile hat die Freude am Gärtnern Kreise gezogen: Für Samen und Ableger der Mondwinden gibt es im Gegenzug frische Feigen und selbstgemachte Marmelade. So ist aus einem Balkon nicht nur ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere geworden, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs – ein Beispiel dafür, wie Natur und Gemeinschaft selbst auf kleinstem Raum wachsen können.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Privatinitiative Linda Orth, Bonn

 

„Ich mache meinen Balkon zum Refugium für Mensch und Tier“

Initiative: Monika Salzmann, Horneburg (Niedersachsen)

 

monika salzmann artikelAuf ihrem Balkon hat Monika ein kleines grünes Refugium gestaltet und einen Ort geschaffen der Mensch und Tier gleichermaßen willkommen heißt. Zwischen Blumenampeln und Kübeln mit Oleander, Hibiskus oder Kräutern wie Lavendel, Oregano, Rosmarin, Basilikum und Zitronentagetes entfaltet sich eine mediterrane Atmosphäre, die herrlich duftet und Bienen wie Schmetterlingen eine wertvolle Nahrungsquelle bietet. Für Monikas Hunde ist der Balkon ein Platz zum Ausruhen, für die heimischen Wildvögel ein sicherer Ort, an dem sie zuverlässig Futter finden. Abends sorgen Lichter und ein kleiner Zimmerbrunnen für eine besondere Atmosphäre, die zum Entspannen einlädt. Monikas Balkon ist ein grüner Lebensraum, der auch die Nachbarschaft erfreut.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Monika Salzmann

 

Die Gewinner von „Jede Wiese zählt!“ 2024

„Wir bringen Kinder in direkten Kontakt mit der Natur“

Initiative: AckerRacker, Kempenich

 

05 2024 JWZ AckerRackerEinen wertschätzenden Umgang mit der Natur und mit Lebensmitteln lernen die Kinder im wolfcraft-Kindergarten. Seit 2022 läuft dort das Projekt AckerRacker. Die dafür angelegten Beete werden nun jährlich von den Kindern sowie den Erzieherinnen mit verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt. Unterstützt werden sie dabei vom Acker Racker e.V. und den Acker-Buddies. Auftakt zur diesjährigen Pflanzsaison war Ende Mai. Wissen und Wertschätzung in Sachen Natur vermitteln, Gemeinschaft stärken und für Bewegung an der frischen Luft sorgen – dafür steht das Projekt AckerRacker.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / AckerRacker

 

„Wir gestalten gemeinsam unseren Quartiersgarten“

Initiative: win - Wohnen in Nachbarschaften e.V., Hannover

 

17 Wine eV Hannover 2Die Idee des Quartiersgartens entstand im Rahmen eines Projekts des Quartiersmanagements Wiesenau und des win e.V. Eine Gruppe engagierter Nachbarinnen und Nachbarn traf sich im Frühjahr 2024, um im Hinterhof eines Mietshauses einen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Dort haben die Aktiven Kartoffeln, Zwiebeln, Bohnen, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohlrabi, Paprika, Basilikum und Minze gepflanzt. Die Ernte ist für alle im Quartier zugänglich, und jeder ist eingeladen, beim Gärtnern mitzuhelfen. Das frische Gemüse wird auch für Aktionen wie die Suppenküche genutzt, in der Ehrenamtliche für Nachbarinnen und Nachbarn kochen. Die Nachbarschaft zu vernetzen und eine gesunde Lebensweise zu fördern, dafür setzen sich die Aktiven vom Quartiersgarten ein. Im Frühjahr 2025 möchten sie ein Hochbeet installieren, damit auch bewegungseingeschränkte Menschen mitgärtnern können.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / win - Wohnen in Nachbarschaften e.V.

 

„Wir haben mit einem „Permablitz“ einen Garten für Alle angelegt“

Initiative: Bluepingu e.V., Nürnberg

 

22 Bluepingu eV Nuernberg 2Die „Halle für Alle“ ist eine 1000 Quadratmeter große, ehemalige Autowerkstatt, in der KünstlerInnen, HandwerkerInnen und andere Aktive Kunst schaffen und Gemeinwohl-Projekte verwirklichen. Ein bereichernder Ort, an den allerdings ein gar nicht schöner, weil vernachlässigter und vermüllter Grünstreifen angrenzte. Um diesen in einen schönen Garten für Alle zu verwandeln, luden die Aktiven von Blueping e.V. HallennutzerInnen, NachbarInnen und andere Interessierte zu einem „Permablitz“ ein – einer Methode der Permakultur, bei der viele Menschen zusammenarbeiten, weshalb blitzschnell etwas entsteht. In diesem Fall bauten die Engagierten eine Sitzbank, ein Rankgitter, eine Terrasse und ein Kompostklo, legten Beete an und pflanzten gespendete Beerensträucher. Nach dem „Blitz“ fand sich eine aktive GärtnerInnengruppe aus HallennutzerInnen und NachbarInnen zusammen, die den Garten für Alle nun weiter pflegt und gestaltet.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Bluepingu e.V., Nürnberg

 

„Wir schaffen ein zauberhaftes Umfeld“

Initiative: Kants Garten, Duisburg

 

10 2024 JWZ Kants Garten 2Zehn neue Wildblumeninseln haben 20 Aktive von der Initiative Kants Garten im Kantpark angelegt. Dafür haben sie 1.000 Wildblumen selbst gezogen, die besonders wichtig für oligolektische (spezialisierte) Insekten sind. Diese bedürfen der besonderen Unterstützung und werden nun hoffentlich zahlreich angelockt. Zusätzlich haben die Gärtnerinnen und Gärtner Saat für einjährige Blumen ausgesät. Die Blüten sind eine bunte Augenweide und werten den Park für alle Anwohnenden als ihren "Garten" und als Ort der Begegnung auf. Die Kinder im Quartier genießen das lebendige Abenteuer Wiese.
Ein Drittel der Wiesen im Kantpark werden seit 2022 auf Initiative von Kants Garten extensiv gepflegt. Bankette umranden sie, Wege führen durch sie hindurch, gemähte Plätze und "Zimmer" laden zum Verweilen ein. Die Aktiven schaffen so anziehende Orte und ein zauberhaftes Umfeld und leisten einen wertvollen Beitrag zu Artenvielfalt und Biodiversität.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Kants Garten

 

„Wir sind eine blühende Gemeinschaft“

Initiative: Dorf Eissel e.V., Verden

 

19 Dorf Eissel eV VerdenMehr Natur, mehr Insekten und ein schöneres Dorf: Gemeinsam haben die Aktiven von Dorf Eissel e.V. Blühmischungen „vor und hinterm Gartenzaun“ ausgesät – an Straßen, Wegen, auf Verkehrsinseln, in der Feldmark, am Weser-Radwanderweg und sogar auf dem Friedhof, wo es früher nur große Rasenflächen gab. 2018 ging’s los mit 10 kleinen Flächen auf 400 Quadratmetern, mittlerweile hat sich die Fläche auf 5.000 Quadratmeter ausgedehnt. Im Sommer laden die Vereinsmitglieder das ganze Dorf zur Blütenschau ein, bei Feldrundfahrten kann jeder die blühenden Wiesen bestaunen und hautnah erleben. Für 2025 hat der Verein noch mehr vor: eine „Blütenolympiade“, bei der jede Blüte zählt. Wichtig ist den Aktiven von Dorf Eissel e. V., die Biodiversität zu steigern und Insekten durch Blühflächen und Streuobstwiesen neuen Lebensraum zu schenken. Dafür packen alle mit an: Kinder, Eltern, Großeltern, egal ob schon lange einheimisch oder gerade erst zugezogen, alle arbeiten sie gemeinsam Hand in Hand.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Dorf Eissel e.V., Verden

 

Sonderpreis Dachbegrünung

„Wir haben eine unbenutzte Dachfläche in ein Dachgartenparadies verwandelt“

Initiative: Bürgerverein Vilich-Müldorf, Bonn

 

sonderpreis dachbegruenung vilich mueldorf 2In einer Gemeinschaftsaktion engagierter Freiwilliger entstand auf dem alten Hochbunker in Vilich-Müldorf eine Gartenanlage mit 21 Hochbeeten. Der Dorfimker stellte zusätzlich vier Bienenstöcke auf. Die für die Hochbeete zuständigen BeetpatInnen sind in der Gestaltung frei, die Beete werden jedes Jahr neu bepflanzt. Durch die individuelle Bepflanzung mit Gemüse, Kräutern, Blumen und Stauden ist es gelungen, aus der schwarzen, unbenutzten Dachfläche einen Naherholungsort mit einem gesunden Microklima zu schaffen. BesucherInnen der „Offenen Gartenpforte“ aus ganz NRW, AnwohnerInnen aus der Gemeinde oder der Nachbarschaft überzeugen sich regelmäßig von der herrlichen Idee und Umsetzung und sind begeistert von der Anlage. Viele BesucherInnen nehmen Anregungen zur eigenen Gestaltung ihrer privaten oder örtlichen Freiflächen mit und sind dankbar für die Tipps und Tricks, die sie erhalten können.

Foto: ©Netzwerk Nachbarschaft / Bürgerverein Vilich-Müldorf

 

In unserem Archiv finden Sie weitere Gewinner-Projekte der vergangenen Jahre.
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